Aktualisiert 16.03.2020 12:58

Coronavirus

Bundesrat will heute Nachmittag informieren

Vom Bundesrat werden strengere Massnahmen gefordert. Am Montag will der Bundesrat nach einer Krisensitzung mit den Kantonsregierungen informieren.

von
woz
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Die Polizei habe in der vergangenen Woche zu oft einschreiten müssen, sagte Stefan Blättler, Präsident der Kantonalen Polizeikommandanten, im Interview mit dem «SonntagsBlick».

Die Polizei habe in der vergangenen Woche zu oft einschreiten müssen, sagte Stefan Blättler, Präsident der Kantonalen Polizeikommandanten, im Interview mit dem «SonntagsBlick».

Keystone/Peter Schneider
Quer durch die Schweiz habe die Polizei festgestellt, dass Personen das Social Distancing nicht umsetzten. «Sie sassen gemeinsam in Pärken, verweilten in grossen Gruppen an den Seepromenanden und hielten auch sonst kaum Abstand.»

Quer durch die Schweiz habe die Polizei festgestellt, dass Personen das Social Distancing nicht umsetzten. «Sie sassen gemeinsam in Pärken, verweilten in grossen Gruppen an den Seepromenanden und hielten auch sonst kaum Abstand.»

Keystone/Laurent Gillieron
Es zeichnet sich ein Ansturm auf Lieferanten von komprimiertem Sauerstoff ab: Ein Spitalbett mit Beatmungsgerät. (Symbolbild)

Es zeichnet sich ein Ansturm auf Lieferanten von komprimiertem Sauerstoff ab: Ein Spitalbett mit Beatmungsgerät. (Symbolbild)

Keystone/Roland Weihrauch

Die Schweizer Regierung hat sich am Sonntagabend zu einer Krisensitzung getroffen. Es sei die Wirkung der bisher getroffenen Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus analysiert worden.

«Er hat Bilanz gezogen über die Situation in den Kantonen und Nachbarländern und das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Epidemie diskutiert», heisst es in Tweets von Bundesratsprecher André Simonazzi.

Eine weitere Sitzung werde folgen. Wie «CH Media» schreibt, treffen sich Bundesrat und Kantonsregierungen am Montag um 12 Uhr zu einem Krisengipfel. Auch der Armeechef Thomas Süssli soll anwesend sein. Offenbar steht ein Lockdown zur Diskussion.

Der Bundesrat hat eine Medienkonferenz angekündigt. Diese findet «nicht vor 15 Uhr» statt, heisst es in einem Mail.

Bereits in Twitter-Kommentaren wurden solche Massnahmen gefordert: «Lockdown jetzt», heisst es beispielsweise. Auch das Universitätsspital Zürich ist für einen Lockdown im Kanton Zürich - oder gar in der ganzen Schweiz, wie Tele Züri berichtet. In einem solchen Fall würde das öffentliche Leben in der Schweiz komplett stillstehen.

Restaurants und Bars zu

Fünf Kantone haben bereits die am Freitag vom Bundesrat verhängten Massnahmen verschärft. In Neuenburg, Graubünden, Basel-Landschaft, Tessin und Jura sind Läden und Betriebe, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, zu.

Der Ruf wurde laut, dass die Landesregierung die von den Kantonen getroffenen Massnahmen auf das ganze Land ausdehnen soll. Der Bundesrat müsse zum Schutz der Menschen unmittelbar wirksamere Massnahmen beschliessen, heisst es beispielsweise in einer SVP-Mitteilung.

Ähnlich tönt es von der Tessiner Grünen-Nationalrätin Greta Gysin. «In der ganzen Schweiz sind strengere Massnahmen nötig – besser früher als später. Und koordiniert, sonst verwirrt das», sagt sie im «Blick».

Das passiert bei einem Lockdown Bei einem Lockdown bringen staatlich verordnete Massnahmen das öffentliche Leben praktisch zum Stillstand. Bei der Corona-Pandemie heisst das, dass nur noch Läden geöffnet sind, die Waren zur Abdeckung des Grundbedarfs verkaufen – also Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Zudem bleiben Restaurants, Bars und andere Freizeitbetriebe wie Kinos zu. Eine solche Situation gibt es bereits in den Kantonen Tessin, Baselland, Jura, Graubünden und Neuenburg.

Das passiert bei einem Lockdown Bei einem Lockdown bringen staatlich verordnete Massnahmen das öffentliche Leben praktisch zum Stillstand. Bei der Corona-Pandemie heisst das, dass nur noch Läden geöffnet sind, die Waren zur Abdeckung des Grundbedarfs verkaufen – also Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Zudem bleiben Restaurants, Bars und andere Freizeitbetriebe wie Kinos zu. Eine solche Situation gibt es bereits in den Kantonen Tessin, Baselland, Jura, Graubünden und Neuenburg.

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