Kommt Mitte-links?

Aktualisiert

Kommt Mitte-links?

Die SP Schweiz hat sich am Donnerstag erfreut gezeigt, dass die CVP und die Grünen mit ihr über die Bundesratswahlen sprechen wollen.

Die Sozialdemokraten würden sich auf das Gespräch mit den Grünen nach dem gemeinsamen Wahlsieg freuen, sagte SP-Mediensprecher Jean-Philippe Jeannerat. Dabei wollten sie klären, wie die Karten für die 47. Legislaturperiode ausgespielt werden sollen.

Die neue SP-Fraktion treffe am 7. November zu einer ersten Sitzung zusammen. Bis dahin fänden auf Ebene der Parteileitungen Treffen mit den Grünen und der CVP statt.

Jeannerat fuhr fort, die CVP habe eingesehen, dass sie sich als Mitte-Partei neu positionieren müsse. Eine Mitte-Partei sei sie nämlich in der zweiten Hälfte der vergangenen Legislatur nicht mehr gewesen.

Lieber Maurer als Blocher

Jeannerat erinnerte daran, dass die SP-Fraktion dem SVP- Bundesratskandidaten Christoph Blocher keine Stimme gibt. Dass diese Stimmenthaltung das absolute Mehr für Blocher senkt, gibt er zu. Das Vorgehen sei noch offen.

Zunächst gelte es abzuwarten, wie die CVP ihre Position kläre. Bevor sich die SP auf ein Szenario festlege, führe sie eine gründliche Diskussion.

In verschiedenen Medien erklärte SP-Präsidentin Christiane Brunner, dass SVP-Präsident Ueli Maurer für sie einen besseren Bundesrat als Blocher abgeben werde. Mit seinem Stil sei Maurer weit weniger problematisch als Blocher, sagte SP-Sprecher Jeannerat dazu. Er wolle aber keine Diskussion über Namen lostreten. (sda)

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