Aktualisiert 04.05.2012 13:48

Ständiges Hin- und HerKommt Roman Josi oder kommt er nicht?

Das Hin- und Her um Nachnominationen geht schon wieder los: Diesmal ist es ein Verwirrspiel um NHL-Verteidiger Roman Josi (22).

von
Klaus Zaugg, Helsinki

Kommt Roman Josi oder kommt er nicht zur WM? Sean Simpson reagiert auf diese Frage von 20 Minuten Online ein wenig grantig und will sich nicht festlegen. «Wenn Nashville in sechs Spielen verliert, ist es eher unwahrscheinlich, dass wir ihn noch ins Team holen.» Schliesslich wird Simpson doch konkreter: «Wir schauen erst einmal, was in der Nacht auf Samstag passiert.»

Will heissen: Nashville liegt jetzt gegen Phoenix 1:2 zurück. Gleicht Nashville in der Nacht auf Samstag zum 2:2 aus, dann geht es über sechs Spiele – und dann kommt Josi nicht? Simpson: «Nein, dann kommt er wahrscheinlich nicht. Weil es dann wohl zu lange dauern würde, bis er hier in Helsinki wäre.»

Es ist wie vor einem Jahr, als ein kurzweiliges Hin- und Her um die Nach-Nomination von Montréals Verteidiger Yannick Weber den WM-Tross erheiterte. Mal sollte Weber kommen, dann nicht, schliesslich doch und dann sagte Weber ab. Wenn wir Nationaltrainer Sean Simpson richtig interpretieren, dann ist es so: Wenn Nashville in den Playoffs zum 2:2 ausgleicht, dann ist er an der WM also nicht dabei. Verliert Nashville hingegen die Serie in fünf Spielen (1:4), dann wird er für die WM eingeflogen.

Platz so lange wie möglich freihalten

Doch Spieler können bis 24 Stunden vor dem Final nachnominiert werden. Es dürfte, sollte Nashville in sechs oder sieben Spielen ausscheiden, wohl zu einem ständigen Hin- und Her kommen. Denn was wird sein, wenn sich einer unserer Verteidiger verletzten sollte? Dann wäre eine Nach-Nomination von Josi von entscheidender Bedeutung. Schliesslich spricht ja nichts dagegen, einen Platz im WM-Kader für Josi so lange freizuhalten, bis fest steht, ob er zur Verfügung steht.

Wenn die Saison in Nashville zu Ende ist, hat Josi noch nicht automatisch eine WM-Freigabe. Der Berner hat Sean Simpson zwar versichert, dass er nach Helsinki kommen würde – aber dafür braucht er auch die Freigabe seines Arbeitnehmers.

Aber vielleicht kommt ja Nashville eine Runde weiter und Josi ist gar kein Thema mehr.

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