Aktualisiert 05.01.2011 09:13

China

Kommunisten gehen an die Börse

Das Propaganda-Organ der Kommunistischen Partei in China schliesst sich der wohl kapitalistischsten Institution an. Bald darf auf die Aktien der Internetseite spekuliert werden.

Was würde wohl Mao Zedong (Bild auf dem T-shirt) dazu sagen? Chinas Kommunistische Partei wird immer kapitalistischer.

Was würde wohl Mao Zedong (Bild auf dem T-shirt) dazu sagen? Chinas Kommunistische Partei wird immer kapitalistischer.

Die Website der Zeitung «Renmin Ribao» - englisch «People's Daily» - soll gemäss der staatlichen chinesische Zeitung «China Daily» demnächst an der Shanghaier Börse notiert werden. Derzeit würden letzte Verhandlungen mit Grossinvestoren geführt, darunter mit dem Mobilfunkkonzern China Mobile sowie dem Versicherer China Life Insurance.

Die Internetseite People.com.cn soll die erste von zehn regierungsnahen Websites sein, die im Zuge eines Umbaus der Staatspresse an die Börse gebracht werden sollen. Auch die Seiten der Nachrichtenagentur Xinhua und des Staatsfernsehens CCTV sind demnach Börsenkandidaten.

Die «People's Daily»-Seite liegt derzeit bei der Beliebtheit hinter kommerziellen Nachrichten-Angeboten wie qq.com und 163.com und soll mit dem Kapital aus dem Börsengang modernisiert werden.

«Renmin Ribao» ist seit Jahrzehnten das zentrale Sprachrohr der Kommunistischen Partei in China. Das 1948 gegründete Blatt hat nach eigenen Angaben eine Auflage von drei Millionen Exemplaren. Die Internetseite erscheint auf Chinesisch und Englisch sowie auf Französisch, Spanisch, Russisch, Japanisch und Arabisch. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.