Der Leaf von Nissan: Kompaktklasse steht unter Strom
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Der Leaf von NissanKompaktklasse steht unter Strom

Schön ist er nicht, der Nissan Leaf. Aber dafür ein echtes Elektroauto. Macht das Spass?

Der Nissan Leaf: «Erstes Grossserien-Elektroauto für die Familie».

Der Nissan Leaf: «Erstes Grossserien-Elektroauto für die Familie».

Bis jetzt stromerten die lautlosen Autos primär in Nischen. Doch Nissan verspricht mit dem 5-plätzigen Leaf das «erste Gross­serien-Elektroauto für die Familie». Das passt in die Zeit. Und so wurde das emissionsfrei fahrende Auto kaum überraschend bereits zu Europas «Auto des Jahres» gewählt. Ab November rollt der Stromer nun auch in die Schweiz. Und die 48 Lithium-Ionen-Batterien sollen im Schnitt für 175 Kilometer Reichweite gut sein, heisst es. Bei ersten Probefahrten im Grossraum Zürich hat sich das bewahrheitet. Trotzdem braucht man im knapp 50  000 Franken teuren Leaf gute Nerven: Denn auf der Autobahn schmilzt der Stromvorrat extrem schnell, und einen so genannten «Range Extender» führt Nissan nicht mit.

Doch sobald man die Autobahn verlässt, erholt sich der Japaner mit seinem 109-PS-Elektromotor dank Rekuperation. Doch wenn die Akkus leer sind, gibts so oder so kein Fahren mehr: Dann hilft in erster Linie eine Schnellladestation, mit der man in 30 Minuten 80 Prozent wieder aufladen kann. Doch die stehen (noch) nicht am Weg. Und an einer normalen Steckdose dauert der Ladevorgang 8 Stunden und ist nicht ganz ungefährlich.

Und der Spassfaktor? Naja: Der Nissan Leaf ist kein Hingucker und kein Spass­mobil, aber ein Statement. Ein Statement für ein sauberere Zukunft – vorausgesetzt man schaut, woher der Strom wirklich kommt. (20 Minuten)

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