Komplott bei Zürich-Häusern?
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Komplott bei Zürich-Häusern?

Die Zukunft der Zürich-Häuser bei der Rosentalanlage ist nicht mehr sicher, befürchtet der Mieterverband – obwohl sich das Stimmvolk 2005 für deren Erhalt ausgesprochen hatte.

«Investoren wird der rote Teppich ausgerollt», moniert die Präsidentin des Basler Mieterverbands (MV), Kathrin Bichsel. Sie will die Zukunft der Zürich-Häuser an der Rosentalanlage sichern. Die Basler Stimmbürger taten das zwar schon vor zwei Jahren, doch nun versuche das Baudepartement, den Volksentscheid zu umgehen.

Im Oktober soll für das betroffene Gebiet ein neuer Bebauungs- und Strassenlinienplan publiziert werden. Damit würden ein Abriss der Häuser und ein Neubau der Zürich ermöglicht, meint der Leiter der Rechtsabteilung des MV, Beat Leuthardt. «Wir wissen aus einer gesicherten Quelle, das die Zürich ein neues Projekt andenkt», sagte er gestern. Dem Baudepartement wirft er vor, den Zonenplan unrechtmässig auszuhebeln.

Das Baudepartement weist die Kritik zurück. Der Bebauungsplan sei rechtens, so Mediensprecherin Isabelle Rihm: «Das hat das Verwaltungsgericht bestätigt.» Bei Bauprojekten spiele der Zonenplan zudem keine Rolle. «Für uns ist der Bebauungsplan relevant», so Rihm.

Lukas Hausendorf

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