Präsidentschaftswahl: Konfettidusche für Newt Gingrich
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PräsidentschaftswahlKonfettidusche für Newt Gingrich

Nick Espinosa hat wieder zugeschlagen. Der Event-Crasher sorgt regelmässig auf republikanischen Politveranstaltungen für Aufsehen. Seine Botschaft diesmal: «Fühle den Regebogen!»

von
fac

(Video: AP-Television/YouTube)

Barack Obamas Gegenkandidat für die Präsidentschaftswahl 2012 könnte Newt Gingrich heissen. Dem Republikaner, der seine Kandidatur vor wenigen Tagen bekanntgegeben hatte, werden im Vorwahlkampf seiner Partei gute Chancen vorausgesagt.

Nicht alle einverstanden

Für Schwule und Lesben könnte ein Sieg Gingrichs bitter sein. Der konservative Republikaner empfindet Homosexualität als Bedrohung für traditionelle Religionen, wie er in einem Interview mit «Fox News» sagte. Dem 67-Jährigen liegt die «Heiligkeit der Ehe» am Herzen, die von «egoistischen Schwulen» bedroht werde. Der Republikaner selbst ist schon zum dritten Mal verheiratet.

Am Montag wollte ein schwuler Aktivist auf Gingrichs Haltung Homosexuellen gegenüber aufmerksam machen. Bei einer Veranstaltung der christlich-konservativen Lobby-Gruppe Minnesota Family Council & Institute in Minneapolis, wo der Präsidentschaftskandidat sein neues Buch «Rediscovering God in America» signierte, schlug der Aktivist zu: Er überschüttete den Politiker und seine Frau mit Konfetti. Dabei forderte er Gingrich auf, den «Regenbogen zu fühlen». Der Regenbogen gilt als Symbol der schwullesbischen Community. Der Störefried wurde umgehend aus der Veranstaltung gedrängt.

Wiederholungstäter

Beim Regenbogen-Aktivisten handelt es sich um Nick Espinosa, einem Event-Crasher, der bereits zwei andere politische Veranstaltungen in Minnesota gestört hatte. Vor einem Jahr schüttete er eine Tüte voll Kleingeld in die Runde republikanischer Gouverneurskandidaten.

Bei der Aktion nannte er sich Robert Erickson und erzählte den Reportern, dass er auf die Probleme von Einwanderern aufmerksam machen wollte.

Nach seinem neusten Streich am Montag schickte er Reportern Fotos seiner Konfetti-Attacke. Er protestiere damit gegen den Vorschlag, die Verfassung von Minnesota zu ändern und die gleichgeschlechtliche Ehe zu verbieten.

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