Aktualisiert 01.08.2006 13:39

Kongo: Verlierer wirft Kabila Wahlbetrug vor

Zwei Tage nach den historischen Wahlen im Kongo hat Vizepräsident Azarias Ruberwa den Behörden massiven Wahlbetrug vorgeworfen.

Er forderte eine Wiederholung der Abstimmung in den betroffenen Wahllokalen.

Von den Manipulationen habe zumeist der amtierende Präsident Joseph Kabila profitiert, sagte Ruberwa am Dienstag in Kinshasa. Der frühere Rebellenführer, der sich selbst um das Amt des Präsidenten beworben hatte, sprach von «massiven Betrügereien».

Mit seinen Äusserungen widersprach Ruberwa der Einschätzung internationaler Beobachter, die den Wahlgang am Sonntag als weitgehend frei und fair bezeichnet hatten.

Die Auszählung der Stimmen schritt am Dienstag rasch voran. Bis Dienstag seien in 90 Prozent der Wahllokale die Stimmen ausgezählt worden, teilte der stellvertretende Vorsitzende der Wahlkommission, Norbert Basengezi, in Kinshasa mit. «Die meisten der Büros haben die Auszählung geschafft.»

Auch in den 226 Wahlbüros der Region Kasai im Zentrum des Landes, wo die Wahl wegen Unruhen erst am Montag stattfinden konnte, seien fast alle Stimmen ausgezählt. (sda)

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