Konica Minolta baut keine Kameras mehr
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Konica Minolta baut keine Kameras mehr

Die japanische Druckerherstellerin Konica Minolta streicht 3700 Stellen und gibt im März nach mehr als hundert Jahren ihr traditionsreiches Kamerageschäft auf.

Ein Teil der Digitalkamera-Fertigung werde von Sony übernommen.

Die Produktion von Mini-Laboren solle ebenfalls im März eingestellt werden. Ein Jahr später will Konica Minolta dann die Herstellung von klassischen Foto-Filmen aufgeben, teilte der Konzern mit.

Konica Minolta begründete den Schritt mit dem harten Wettbewerb auf dem Markt für Digitalkameras. Konica Minolta hatte bei der Umstellung von herkömmlichen Spiegelreflexkameras auf die neue Technologie nie ganz Tritt fassen können.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 (Ende März) rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 47 Mrd. Yen (rund 520 Mio. Franken). Konica Minolta stützt sich jetzt hauptsächlich auf seine Büroelektronik-Sparte, die zum Beispiel Druckerteile und Kopierer herstellt.

Konica Minolta hatte Anfang November eine Umstrukturierung angekündigt, bei der mehr als zehn Prozent seiner weltweit etwa 33 000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Das in Tokio ansässige Unternehmen ist der weltweit drittgrösste Hersteller von Foto- Filmen nach Eastman Kodak und Fuji Photo Film. Auf dem Markt für Digitalkameras ist Konica Minolta ein kleiner Anbieter.

(sda)

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