KOF ETH Zürich: Konjunktur-Barometer bricht ein

Aktualisiert

KOF ETH ZürichKonjunktur-Barometer bricht ein

Das KOF Konjunkturbarometer sinkt deutlicher als erwartet um 0.40 auf 1.21 Punkte. So tief notierte der Index das letzte Mal vor zwei Jahren.

von
Hans Peter Arnold
Hauptgebäude der Eidgenoessischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich: Das Konjunktur-Barometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist massiv eingebrochen.

Hauptgebäude der Eidgenoessischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich: Das Konjunktur-Barometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist massiv eingebrochen.

Im September 2011 fiel das KOF Konjunkturbarometer erneut um 0.40 Punkte auf 1.21 Punkte. Damit ist der Rückgang noch stärker als erwartet. Die Analysten hatten mit einem Rückgang auf 1.35 Punkte gerechnet. Damit fiel der Index auf den Stand vom Herbst 2009 zurück.

Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft dürfte zwar anhalten, aber mit deutlich verlangsamtem Tempo, schreibt das KOF. Der langjährige Durchschnitt des Barometers (seit 1991) beträgt 1.16 Punkte.

Konsumdynamik schwächt sich ab

Das Konjunkturbarometer basiert auf einem multisektoralen Design mit drei Modulen. Die Module «Baugewerbe» und «Kreditgewerbe» haben gemäss KOF einen leicht negativen Drall; notieren aber im positiven Bereich. Das Modul «Kern-BIP», das gut 90 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung umfasst, dominiert das KOF Konjunkturbarometer. Die dem Barometer zugrundeliegenden Messmodelle sind «Schweizer Industrie», «Schweizer Konsum» und «Exportdestination EU».

Die Messmodelle «Schweizer Industrie» und «Schweizer Konsum» haben die Nulllinie durchschritten und liege nun knapp unterhalb von null im negativen Bereich. Sie signalisieren damit eine Verlangsamung der Industrieproduktion und des Konsums. Das Modul «Exportdestination EU» liegt

weiterhin im positiven Bereich.

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