Pilotprojekt - Konkurrenz für Uber Eats – Migros steigt ins Lieferdienstbusiness ein
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PilotprojektKonkurrenz für Uber Eats – Migros steigt ins Lieferdienstbusiness ein

Mit einer eigenen Food-Plattform liefert die Migros derzeit in der Stadt Bern Essen aus. Das Pilotprojekt könnte national ausgeweitet werden, wenn es sich bewährt.

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Das Essen des Lieferdienstes der Migros soll per Velokurier ausgeliefert werden.

Das Essen des Lieferdienstes der Migros soll per Velokurier ausgeliefert werden.

Tamedia AG
Die Auslieferung erfolgt über Notime, eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post.

Die Auslieferung erfolgt über Notime, eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post.

20min/Michael Scherrer/Symbolbild
Bislang sind 32 Restaurants auf der Webseite vertreten.

Bislang sind 32 Restaurants auf der Webseite vertreten.

Screenshot/foodnow.ch

Darum gehts

  • Die Migros liefert im Rahmen eines Pilotprojekts in der Stadt Bern Essen mit einem eigenen Lieferdienst aus.

  • Das Projekt könnte national eingeführt werden, wenn es sich bewährt.

  • Die Migros könnte somit direkte Konkurrentin von Uber Eats, Eat.ch und Co. werden.

Das Lieferdienstbusiness in der Schweiz ist hart umkämpft. Dennoch ist die Migros in das Geschäft eingestiegen und liefert derzeit mit einer eigenen Food-Plattform Essen aus. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das im Moment ausschliesslich in der Stadt Bern verfügbar ist. Die Migros will damit testen, ob sich das eigene Konzept bewährt und allenfalls national eingeführt werden könnte. «Wir beobachten seit längerem ein wachsendes Bedürfnis nach Essenslieferung. Das Wachstum wurde durch die Corona-Pandemie zusätzlich beschleunigt», sagt Andrea Bauer, Sprecherin der Migros Aare gegenüber der «Berner Zeitung».

Die Migros könnte also zum direkten Konkurrenten von Uber Eats, Eat.ch und Co. werden. Neben Essen aus herkömmlichen Restaurants bietet die Plattform mit dem Namen Foodnow auch Speisen von Migros Take Away oder Migros Daily an. Geliefert wird per Velokurier. Momentan sind 32 Restaurants auf der Webseite des Migros-Lieferdienstes vertreten. Laut Mediensprecherin Bauer kämen wöchentlich fünf bis zehn Betriebe dazu. Momentan beschränke sich das Angebot von Foodnow aber ausschliesslich auf die Stadt Bern. In einem nächsten Schritt soll dann die Berner Agglomeration beliefert werden. Gemäss Bauer sei es noch zu früh, um ein Fazit zum Pilotprojekt zu ziehen. Eine nationale Einführung des Migros-Lieferdienstes wäre jedoch durchaus denkbar.

Schnäppchen während der Testphase

Für Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Bern ist das Pilotprojekt durchwegs attraktiv, da während der Testphase keine Liefergebühren anfallen. Auch für partizipierende Restaurants ist das Geschäft mit der Migros während der Testphase lukrativ: Sie zahlen derzeit lediglich 12,5 Prozent Kommission. Diese dürfte sich bei einer definitiven Einführung des Projekts jedoch verdoppeln. An Uber Eats und Eat.ch zahlen die Restaurants derzeit 30 Prozent.

(RC)

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