Aktualisiert 03.08.2006 11:25

Konstanzer Serval will nicht nach Hause

Die am Montagmorgen in Konstanz (D) ausgerissene Raubkatze, die seinem Herrchen zuvor sogar Küsschen gegeben haben soll, wurde inzwischen mehrfach gesichtet, lässt sich aber nicht einfangen.

In anderen Gegenden mögen im Sommer entlaufene kleine Känguruhs oder Alligatoren gesucht oder Bären besichtigt werden. In Konstanz am Bodensee suchen die Polizei und ein Privatmann dessen entlaufenen Serval namens Pascha.

Die in den afrikanischen Savannengebieten heimische kleine Raubkatze ist am Montag entwischt, als ein Handwerker ihr Gehege reparierte. Das Tier wurde nach Angaben des Halters in Österreich gekauft und ist in Gefangenschaft aufgewachsen.

Die Haltung sei amtlich bewilligt, das Gehege ebenso. Trotzdem scheint die scheue Raubkatze mit dem leopardenartigen Fell und den grossen Ohren die Freiheit vorzuziehen. Seit Montag wurde «Pascha» mehrfach gesichtet.

Einmal konnte der Besitzer seinen «Pascha» sogar berühren - aber nicht einfangen. Bevor es so weit war, verschwand dieser wieder. Der Eigentümer beteuert, sein Serval greife keine Menschen an. Er sei sehr scheu.

Zudem sei «Pascha» völlig auf seinen Eigentümer fixiert - er gebe sogar Küsschen, sagte dieser gegenüber dem Konstanzer «Südkurier». Derzeit scheint «Pascha» aber die Konstanzer Randgebiete dem Küsschengeben und dem Gehege vorzuziehen. Am späten Mittwochabend wurde er im Gebiet des Konstanzer Ortsteils Egg entdeckt.

Aber auch «attraktives Futter» - so die Polizei - und Lockversuche seines Besitzers vermochten den Serval nicht davon zu überzeugen, dass es zu Hause doch am schönsten sei: Gegen 1.15 Uhr am Donnerstagmorgen verschwand er wieder in der Nacht.

(sda)

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