Schweizer Wirtschaft - Konsum-Einbruch ist der stärkste seit dem Zweiten Weltkrieg
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Schweizer WirtschaftKonsum-Einbruch ist der stärkste seit dem Zweiten Weltkrieg

Die Schweizer Wirtschaft ist im Corona-Jahr um 2,4 Prozent geschrumpft. Weil die Pendler zu Hause blieben und die Läden geschlossen waren, brach der Konsum stark ein.

von
Dominic Benz
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Im Corona-Jahr war Einkaufen im Laden schwierig. Der Konsum brach daher deutlich ein und zog das Bruttoinlandsprodukt mit ins Minus.

Im Corona-Jahr war Einkaufen im Laden schwierig. Der Konsum brach daher deutlich ein und zog das Bruttoinlandsprodukt mit ins Minus.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Das Schweizer Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im vergangenen Jahr ein Minus von 2,4 Prozent.

  • Die Ausgaben für Restaurants, Kleider und Freizeit nahmen deutlich ab.

  • Daher brachen die privaten Konsumausgaben so stark ein wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz verzeichnete 2020 ein Minus von 2,4 Prozent. Das teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. Grund für den Einbruch ist die Pandemie, die etliche Branchen stark getroffen hat.

Normalerweise ist der private Konsum ein grosser Treiber des BIP. Doch im vergangenen Jahr gingen auch die Ausgaben der privaten Haushalte deutlich zurück. Sie brachen um 3,7 Prozent ein. Im Vorjahr verbuchten die Ausgaben noch ein Plus von 1,4 Prozent. Der Konsumeinbruch im Corona-Jahr sei der stärkste seit dem Zweiten Weltkrieg, schreibt das BFS.

So nahmen im Corona-Jahr die Ausgaben für Restaurants und Hotels, Verkehr, Bekleidung sowie Freizeit und Kultur markant ab. Für Lebensmittel sowie in geringerem Ausmass für die Gesundheit wurde dagegen mehr ausgegeben.

Pharma als Stütze

Gestützt wurde die Schweizer Wirtschaft unter anderem durch die Chemie- und Pharmaindustrie, deren Wertschöpfung um 4,6 Prozent zulegte. Auch die Finanzdienstleistungen konnten mit einem Plus von 5,6 Prozent stützen.

Bekanntlich trafen die pandemiebedingten Schliessungen Restaurants und Hotels hart. So verbuchten im vergangenen Jahr das Gastgewerbe und die Beherbergung ein Minus von 41,8 Prozent. Verkehr (minus 19,2 Prozent), Freizeit (minus 26 Prozent) sowie bestimmte Branchen des verarbeitenden Gewerbes gingen stark zurück.

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