Aktualisiert 06.07.2016 06:40

Weko-EingabeKonsumentenschutz klagt gegen Apple Pay

Demnächst startet die Handy-Bezahllösung von Apple in der Schweiz. Schon vor dem Start hat Apple eine Klage bei der Wettbewerbskommission am Hals.

von
ish
Mit dem iPhone läuft das einfache Bezahlen nur mit Apple Pay.

Mit dem iPhone läuft das einfache Bezahlen nur mit Apple Pay.

Keystone/Monica Davey

Mit Apple Pay können iPhone-Besitzer bald auch in der Schweiz bargeldlos bezahlen. Der Dienst funktioniert mit NFC-Technologie (Near-Field-Communication), die in allen iPhones ab Modell 6 vorhanden und in allen neuen Karten-Bezahlterminals integriert ist.

Weil das iPhone anderen Anbietern den NFC-Zugriff sperrt, hat die Stiftung für Konsumentenschutz am Dienstag Klage bei der Wettbewerbskommission eingereicht, wie der «Blick» berichtet. Konsumentenschutz-Präsidentin Sara Stalder bestätigt

die Weko-Eingabe. Bislang habe sie von der Behörde jedoch noch nichts gehört.

«Wir wollen, dass die NFC-Technologie für alle Anbieter auf allen Smartphones offen ist», sagt Stalder zu 20 Minuten. Die Reservierung von NFC ausschliesslich für Apple Pay sei ein klarer Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht.

Ausser Apple Pay sind in der Schweiz bislang Twint und Paymit präsent, wobei die beiden Bezahl-Apps im Herbst fusionieren.

Twint funktioniert bislang nur über Bluetooth, weshalb die Geschäfte an jeder Kasse ein spezielles Twint-Bezahlsystem aufstellen. Wer mit Paymit zahlt, muss momentan einen QR-Code einscannen.

Es ist davon auszugehen, dass Twint – wie die App nach der Fusion heissen soll – auch die NFC-Technologie integrieren wird. Noch aber sind viele der benutzen Smartphones nicht damit ausgestattet.

Auch die Swatch-Uhr Bellamy funktioniert über NFC.

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