Aktualisiert 27.09.2005 22:10

Kontrollierte Hanfabgabe: Regierung sagt klar nein

In den Städten Bern und Biel gibt es Bestrebungen zur kontrollierten Hanfabgabe. Jetzt stellt die Kantonsregierung aber klar: Cannabis vom Staat kommt nicht in Frage.

Mit seiner Antwort erteilt der Regierungsrat der Kiffer-Front eine deutliche Abfuhr: Der Kanton Bern wird keine Versuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis durchführen. Damit agiert die Exekutive ganz im Sinne von SVP-Grossrat Thomas Fuchs.

In seiner Motion hatte er vom Kanton gefordert, Projekte zur Hanfabgabe nicht weiterzuverfolgen. «Dies ist doch mal ein richtig erfreulicher Entscheid der Regierung», jubiliert Fuchs. «Ein drohendes Feuer wird dadurch im Keim erstickt.»

Ganz anders klingt es seitens der Hanf-Befürworter: «Die Kantonsregierung setzt ein ganz falsches und vor allem realitätsfremdes Zeichen», ärgert sich Catherine Weber vom Grünen Bündnis (GB). «Hoffentlich lässt sich der Gemeinderat nicht irritieren.

Die Städte müssen jetzt unbedingt Druck machen.» Tatsächlich gibt es in Bern und Biel Bestrebungen, Pilotversuche für einen staatlich kontrollierten Verkauf von Cannabis ähnlich der Abgabe von Heroin zu starten. Diese Ansätze werden jedoch auch auf städtischer Ebene von der SVP hart bekämpft. «Wir bleiben aber auf jeden Fall dran», verspricht GB-Stadträtin Weber. «Die

Debatte ist noch nicht vom Tisch.»

Raffaela Moresi

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