Freizeitoase oder Natur pur: Kontroverse ums Aareufer
Aktualisiert

Freizeitoase oder Natur purKontroverse ums Aareufer

Nächste Runde im Konflikt um die Gestaltung des Aareufers zwischen Thun und Bern: Der Kanton plant Sperrzonen und ein Besucherleitsystem.

von
Patrick Marbach

«Wir stellen keine Stacheldrahtzäune auf, sondern bauen natürliche Abschrankungen, etwa mit Asthaufen», erklärt der kantonale Projektleiter Adrian Fahrni. Zum Schutz der Natur soll der Zugang zur Aare an verschiedenen Stellen eingeschränkt oder gar verboten werden. Neben diesen störungsarmen Räumen sind aber auch Naherholungszonen mit Feuerstellen, Velowegen oder Badeplätzen vorgesehen.

Ein Leitsystem mit Infotafeln soll die Erholungssuchenden an die neuen Verhaltensregeln mahnen. Wer dafür sorgen muss, dass diese eingehalten werden, ist noch offen. Es ist denkbar, dass künftig ausgebildete «Aare-Ranger» auf Patrouille gehen. Das Projekt umfasst insgesamt 25 Massnahmen, die vor allem dem Hochwasserschutz dienen. Es geht nun zur Prüfung an die Fachstellen.

«Die Leute werden sich einen Deut um Tafeln und Verbote scheren», prophezeit Margret Wasserfallen (FDP). Die Gemeinderatswitwe führt den Kampf, den ihr Mann bis vor Bundesgericht geführt hat, weiter: Es gehe nicht an, dass der Kanton den Spaziergängern eine Route diktiere, auf der man die Aare kilometerweit nicht sehe.

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