Weltausstellung: Kontroverser Basler Auftritt in Mailand

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WeltausstellungKontroverser Basler Auftritt in Mailand

Basel präsentiert sich ab morgen als Innovationsmetropole an der Weltaustellung in Mailand. Der von Syngenta gesponserte Auftritt erntet Kritik.

von
mak
Der Basler Regierungspräsident Guy Morin wird die Basler Austellung im Schweizer Pavillon der Expo in Mailand eröffnen. Auch eine Podiumsdiskussion, die die kontroverse Beteiligung von Syngenta an der Expo thematisiert, wird von Morin mit einem Grusswort eröffnet.

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin wird die Basler Austellung im Schweizer Pavillon der Expo in Mailand eröffnen. Auch eine Podiumsdiskussion, die die kontroverse Beteiligung von Syngenta an der Expo thematisiert, wird von Morin mit einem Grusswort eröffnet.

«Den Planeten ernähren, Energie für das Leben.» So lautet das Thema der Expo Mailand, die am 1. Mai eröffnet wird. Mittendrin: der Schweizer Pavillon, in dem der Kanton Basel-Stadt zusammen mit Zürich und Genf die urbane Schweiz vertritt. «Die Basler Ausstellung Spirito di Basilea soll weltbedeutende Entwicklungen zeigen, die in Basel ihren Ursprung hatten», sagt Regierungspräsident Guy Morin.

Sabine Horvath, Leiterin Standortmarketing und Aussenbeziehungen Basel-Stadt, sieht den Auftritt in Mailand als Chance für Basel: «Ziel ist es, Basel als innovativen Wirtschafts- und Kulturstandort beim norditalienischen Publikum bekannter zu machen.» Offiziell eröffnet wird die Basler Ausstellung am 2. Mai durch Guy Morin und Botschafter Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz.

Untermalt wird der Basler Auftritt von verschiedenen kulturellen Veranstaltungen, die während der Expo stattfinden werden. Die Basler Jazzschule der Hochschule für Musik, der Rockförderverein mit James Gruntz, das Sinfonieorchester Basel und weitere werden die musikalische Vielfalt Basels auf der Bühne des Schweizer Pavillons präsentieren.

Kritik an Syngenta-Beteiligung

Doch der Auftritt von Basel sorgt nicht nur für Freude. Umstritten ist bei vielen NGOs vor allem die Beteiligung des Saatgut- und Pflanzenschutzmittelherstellers Syngenta. Dieser unterstützt den Basler an der Expo als grösster Sponsor mit 200'000 Franken. Der Agrarchemie-Multi steht vielerorts in der Kritik. In Hawaii sollen Pflanzengifte, die auf Testfeldern des Konzerns versprüht werden, für Missbildungen bei Kindern verantwortlich sein.

Um der Kontroverse zu begegnen, organisieren das Standortmarketing des Kantons Basel-Stadt und die Universität Basel zusammen eine öffentliche Podiumsveranstaltung zum Expo-Thema «Den Planeten ernähren, Energie für das Leben». Am 8. Mai soll in der Aula der Universität Basel eine kritische Auseinandersetzung zum Thema und dem umstrittenen Engagement von Syngenta stattfinden. Ein Vertreter des Konzerns nimmt ebenfalls teil.

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