Konzertveranstalter muss für Hörschaden zahlen
Aktualisiert

Konzertveranstalter muss für Hörschaden zahlen

Die Veranstalter eines Nürnberger Bon-Jovi-Konzerts müssen einer Besucherin 4.000 Euro Schmerzensgeld wegen eines Hörschadens zahlen.

Nach dem Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth hatten sie ihre Pflicht zum Schutz der Besucher verletzt, da sie weder die Band noch die Tontechniker zu geringerer Lautstärke angehalten hätten.

Die Klägerin stand bei dem Konzert am Zeppelinfeld in der Mitte des Zuhörerfeldes etwa vier Meter von einer Lautsprecherbox entfernt. Nach der Veranstaltung musste sie wegen Ohrensausens (Tinnitus) in ärztliche Behandlung und war rund einen Monat arbeitsunfähig. Die Veranstalter müssen nun für die Tinnitus-Therapie und Folgekosten zahlen, da sie laut Gericht «in grober Weise gegen die ihnen obliegende Sorgfalt verstiessen». Eine Mitschuld der Frau schlossen die Richter aus: Sie habe sich darauf verlassen dürfen, dass die Veranstalter «eines grossen Konzertes einer namhaften Musikgruppe alle erforderlichen Massnahmen treffen, um die Besucher vor körperlichen Schäden zu schützen», erklärte die Kammer.

(dapd)

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