Kopf-an-Kopf-Rennen bei Republikanern in Florida
Aktualisiert

Kopf-an-Kopf-Rennen bei Republikanern in Florida

Hochspannung in Florida: In dem bevölkerungsreichen US-Staat liegen vor der wichtigen Vorwahl für die Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern die beiden Bewerber Mitt Romney und John McCain in Umfragen gleichauf.

Bei den Demokraten vermieden die Bewerber einen direkten Wahlkampf, da Florida mit seinem Wahltermin morgen vorgeprescht ist und sich damit den Unwillen der Bundespartei in Washington zugezogen hat.

Romney setzt auf Wirtschaftsfragen, McCain auf Sicherheit

Romney betonte in den letzten Stunden vor der Wahl seine Kompetenz in Wirtschaftsfragen, was angesichts der Krise an den Finanzmärkten und der Angst vor einer US-Rezession für viele Wähler von Bedeutung sein könnte. Als ehemaliger Investmentbanker hat Romney ein Millionenvermögen angehäuft. Der Vietnamkriegs-Veteran McCain dagegen erklärte, das Hauptthema der Zukunft werde die Sicherheit sein, und da sei er der bessere Präsidentschaftskandidat.

Giuliani wäre gerne lachender Dritter

Aus dem Duell zwischen Romney und McCain und den damit verbundenen persönlichen Angriffen versuchte der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani Kapital zu schlagen. «Senator McCain und Gouverneur Romney sind ganz toll darin, sich gegenseitig anzugreifen. Wie wäre es denn, für jemanden zu stimmen, der nicht angreift? Stimmt für mich, Rudy Giuliani», sagte er bei einem Wahlkampfaufritt.

Demokraten treten nicht an

Unter dem Eindruck des Siegs ihres Hauptkonkurrenten Obama in South Carolina reiste Clinton am Sonntag nach Florida. Die demokratischen Bewerber haben sich darauf verständigt, auf direkte Wahlkampfauftritte zu verzichten. Da es sich aber um geschlossene Treffen mit Wahlkampfspendern handelte, stellte Clintons Reise kein Verstoss gegen die Abmachung dar.

Obama erhält Unterstützung aus dem Kennedy-Clan

Unterdessen stellte sich der demokratische Senator Edward Kennedy hinter Obama, wie aus Parteikreisen verlautete. Der 75-jährige Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy zählt zu den einflussreichsten Politikern im Kongress und gilt als Ikone der Liberalen in der Demokratischen Partei.

Obama wollte sich zu der Unterstützung aus dem Kennedy-Clan nicht äussern. Er wolle die Erklärung des Senators aus Massachusetts nicht vorwegnehmen. «Aber natürlich würde sich jeder Kandidat der Demokraten über die Unterstützung Ted Kennedys freuen», sagte Obama in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Auch Caroline Kennedy, die Tochter John F. Kennedys, stellte sich hinter Obama. Sie verglich ihn am Samstag in einem Beitrag für die «New York Times» mit ihrem Vater. (dapd)

Deine Meinung