«Kopfgeld» auf Vandalen – bald auch in der Stadt?
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«Kopfgeld» auf Vandalen – bald auch in der Stadt?

Vandalenakte haben in der Stadt Zürich 2003 um über zehn Prozent zugenommen. Nun fordert die FDP, dass wie in Wallisellen auch in Zürich ein «Kopfgeld» auf Randalierer ausgesetzt wird.

Durchschnittlich 16-mal pro Tag schlugen Vandalen 2003 in der Stadt Zürich zu. «Im Vergleich zum Vorjahr, als 5370 solche Straftaten registriert wurden, ist dies eine Zunahme von 10,5 Prozent», so Brigitte Vogt, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich.

Die Stadtzürcher FDP-Präsidentin Doris Fiala fordert nun nach dem Vorbild von Wallisellen, dass auch in Zürich eine Belohnung auf die Ergreifung von Randalierern ausgesetzt wird. «Es ist doch ärgerlich, dass die Täter selten zur Rechenschaft gezogen werden», sagt Fiala. Sie wolle zwar auch nicht in einem Polizeistaat leben – das Recht auf Eigentum müsse aber geschützt werden.

Mit bis zu 500 Franken Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung von mutwilligen Zerstörern führen, will Wallisellen dem Vandalismus entgegenwirken. «Uns entstehen jährlich Schäden von mehreren tausend Franken», klagt der Gemeindeschreiber Urs Müller. Auf die neue Methode hofft auch Doris Fiala: «Sofern ich die Zustimmung der FDP-Fraktion bekomme, werde ich einen entsprechenden Vorstoss lancieren.»

Alexandra Roder

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