Wil SG: Kopfgeld nach tödlicher Attacke auf Kater Franklin
Aktualisiert

Wil SGKopfgeld nach tödlicher Attacke auf Kater Franklin

Kater Franklin wurde einen Tag vor Silvester mit Feuerwerkskörpern abgeschossen. Nun musste das schwer verletzte Tier eingeschläfert werden.

von
viv
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Kater Franklin wurde in der Nacht auf Silvester mit Böllern beworfen.

Kater Franklin wurde in der Nacht auf Silvester mit Böllern beworfen.

Jasmine Seitz
Er hat mehrere fünflibergrosse...

Er hat mehrere fünflibergrosse...

Jasmine Seitz
... Verbrennungen davongetragen.

... Verbrennungen davongetragen.

Jasmine Seitz

«Die Wunden verheilen gut», hatte die Besitzerin Jasmine Seitz noch vor einer Woche gegenüber 20 Minuten gesagt. Nun die traurige Wende: Nachdem ihr anderthalbjähriger Kater Franklin einen Tag vor Silvester in Wil von Unbekannten mit Böllern abgeschossen wurde, musste das Tier am vergangenen Sonntag aufgrund der schweren Verletzungen eingeschläfert werden.

«Am Samstag entdeckte der Tierarzt noch einmal eine versteckte Wunde. Da diese die ganze Zeit über nicht behandelt wurde, eiterte sie schon», so Seitz. Einen Tag später sei Franklin nur noch lahm, regungslos und voller Schmerzen herumgelegen. «Ich habe gesehen, wie er sich mit letzter Kraft am Leben gehalten hat», sagt die 21-Jährige traurig.

Kater wurde mit Feuerwerk beschossen

Kater Franklin konnte sich nach dem Feuerwerk-Angriff kaum mehr bewegen. (Video: Jasmine Seitz)

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Daraufhin suchte sie mit dem Kater erneut den Arzt auf. Dort kam dann die erschütternde Diagnose: Die Chancen, dass der Kater überlebe, seien äusserst gering. «Wir haben ihn einschläfern lassen. Alles andere hätte ihn nur unnötig gequält», so die Wilerin.

Nach dem Tod ihres Katers könne sie gar nicht richtig trauern. «In mir steckt vor allem eine grosse Wut. Franklin war ein sehr aktives Tier – ohne diese Leute wäre er heute noch am Leben», sagt Seitz.

Da sich bisher keiner der Täter bei ihr gemeldet hat, hat sie am Dienstag Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Es handle sich um eine Anzeige wegen Widerhandlung des Tierschutzgesetzes und wegen Sachbeschädigung. Dies bestätigt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen: «Wir haben die Ermittlungen aufgenommen und gehen mit dem Ziel an die Sache, die Täter zu finden.»

Über 500 Franken Kopfgeld

20-Minuten-Leserin D. Lutz* aus Balgach SG ist besonders empört über den Vorfall und möchte nun mithelfen, die Täter zu schnappen. «Ich war schockiert, als ich gelesen habe, was mit Franklin passiert ist», so Lutz. Sie möchte demjenigen eine Summe zahlen, der den entscheidenden Hinweis liefert, um die Täter zu finden. «Ich bin bereit, 500 Franken zu geben», so die 44-Jährige.

Vier weitere Personen aus ihrem Umfeld sollen ebenfalls zugesagt haben, einen Betrag für Hinweise auszusetzen. «Vielleicht finden sich noch weitere Leute, die Geld in den Topf geben», sagt sie. Wenn das alles nichts nützen sollte, dann werde sie einen Teil des Geldes Jasmine Seitz geben, damit diese ihre Tierarztrechnung begleichen kann. Mit dem Rest soll Futter für verschiedenste Tierheime gekauft werden.

An diese E-Mail-Adresse können Sie Hinweise zu den möglichen Tätern oder ein Angebot für das Aufstocken des Kopfgeldes senden:

franklin.finderlohn@hotmail.com

* Name der Redaktion bekannt

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