Düsseldorf (D): Kopfüber im Schacht gestorben
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Düsseldorf (D)Kopfüber im Schacht gestorben

Sturzbetrunken wollte Jürgen F. mit einem Freund Nachschub für eine Party besorgen. Da fielen ihm Schlüssel und Handy in einen Abwasserschacht. Der Versuch, sie rauszufischen, endete tödlich.

von
rub

Der Notarzt konnte nur noch Jürgen F.s Tod feststellen. Der 23-Jährige steckte bis zur Hüfte in einem Regenwasserschacht. Wie lange er dort festsass, auf dem Gerricusplatz in Düsseldorf-Gerresheim, ist nicht bekannt. Passanten hatten um 03.30 Uhr Alarm geschlagen.

Die Polizei schliesst ein Gewaltverbrechen zurzeit aus. Die Beamten fanden Schlüsselbund und Mobiltelefon des Toten. «Wir gehen davon aus, dass er versucht hat, die Sachen aus dem 1,4 Meter tiefen Schacht zu holen», zitiert die Online-Seite der «Westdeutschen Zeitung» Polizeisprecher Wolfgang Wierich.

Freund schläft auf Kirchentreppe

Jürgen F. und sein Freund Khalif (22) sollten laut Bild.de Nachschub für eine Gartenparty herbeischaffen. Nachdem er seine Wertsachen verloren hatte, soll Jürgen F. den Deckel des Schachts entfernt haben; er zog sein T-Shirt aus und beugte sich vornüber in die Öffnung im Boden. Er blieb stecken und konnte sich nicht mehr selber befreien.

Khalif, der Jürgen F. begleitet hatte, war unterdessen auf den Stufen der benachbarten Basilika eingeschlafen - mit 3 Promille Alkohol im Blut. Die Polizisten nahmen ihn mit. Khalif wäre der einzige Zeuge gewesen, doch er kann sich laut der «Westdeutschen Zeitung» an nichts mehr erinnern.

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