Kopie des St.Galler Globus: Millionenarbeit kommt voran

Aktualisiert

Kopie des St.Galler Globus: Millionenarbeit kommt voran

Die Kopie des St.Galler Globus wird derzeit in Zürich bemalt. Im Frühsommer 2009 kommt die grosse Kugel nach St.Gallen.

von
Annette Hirschberg

Die Meere sind bereits fertig und bei den Landmassen ist man schon weit fortgeschritten. «Bald kann mit der Detailarbeit, den Flüssen, Seen, Bergen und Küstenkonturen begonnen werden», sagt Daniel Minder. Er ist der technische Leiter des Globusprojekts und arbeitet seit März 2007 mit einem Team von Experten in Zürich an einer originalgetreuen Kopie des St. Galler Erd- und Himmelsglobus. Damit wird der lang dauernde Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich beigelegt; der Globus war 1712 als Kriegsbeute nach Zürich verschleppt worden.

In St. Gallen muss man sich nur noch wenige Monate gedulden, bis der neue Globus in der Stiftsbibliothek steht. Die Restauratoren, Kunsthistoriker, Kopisten, Kunstmaler und Dekora­tionsmaler, insgesamt sechs Personen, arbeiten noch bis etwa Ende Februar an Kugel und Gestell. Danach werden noch Beschriftungen angebracht. «Das geht von Tausenden von Ortsnamen bis zu kleinen erläuternden Texten», sagt Minder. Die Replik kostet die Zürcher eine knappe Million. Rund 7000 Arbeitsstunden werden in den Globus gesteckt, bis er im Frühsommer dann sorgfältig verpackt seine Reise nach St. Gallen antritt.

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