Aktualisiert 20.06.2008 15:32

BSEKorea durch Rindfleisch-Krise erschüttert

Nach nur vier Monaten im Amt hat Südkoreas Präsident Lee Myung Bak seine wichtigsten Ratgeber einschliesslich des Stabschefs ausgewechselt. Damit reagierte der konservative Präsident auf die Unzufriedenheit in grossen Teilen der Bevölkerung.

Sie ist mit der bisherigen Führung seiner Amtsgeschäfte unzufrieden. Der Mitarbeiterstab im Präsidentenamt und das gesamte Kabinett hatten in der vergangenen Woche als Reaktion auf wochenlange Proteste gegen ein umstrittenes Importabkommen für US- Rindfleisch ihren Rücktritt angeboten.

Lee stellte am Freitag bei einer Pressekonferenz den Rektor der Universität von Ulsan, Chung Chung Kil, als seinen künftigen Stabschef sowie sieben neue Sekretäre vor. Der Präsident hatte sich am Donnerstag zum zweiten Mal für das Importabkommen mit den USA entschuldigt.

Angst vor Rinderwahnsinn

Zuletzt waren die Strassenproteste auch von Forderungen nach einem Rücktritt Lees begleitet. Zahlreiche Koreaner befürchten, dass die Einfuhr von US-Rindfleischprodukten wegen früherer Fälle der Rinderseuche BSE in den USA Gesundheitsrisiken mit sich bringe.

Lee, dessen Politik in manchen Umfragen nur noch von weniger als 20 Prozent der Wähler gutgeheissen wird, hat auch eine Regierungsumbildung angekündigt.

(sda)

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