Korei: Rücktritt wegen «Gesetzlosigkeit»
Aktualisiert

Korei: Rücktritt wegen «Gesetzlosigkeit»

Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei bekräftigt seine Rücktrittsabsichten. Präsident Jassir Arafat hat nun Abdel Rasek el Madscheida zum Oberkommandierenden der Sicherheitskräfte ernannt.

Vor Journalisten in Ramallah bekräftigte Ahmed Korei, er wolle nicht im Amt bleiben. Als Begründung nannte er die «Gesetzlosigkeit» in den Palästinensergebieten.

Er habe allerdings bislang keine Reaktion von Arafat erhalten. Dieser hatte am Sonntag erklärt, er wolle den Rücktritt Koreis nicht akzeptieren.

Zuvor hatte Arafat den vor zwei Tagen als Polizeichef entlassene Madscheida direkt dem palästinensischen Nationalen Sicherheitsrat unterstellt. Damit stand Arafats umstrittener Verwandter Mussa Arafat nicht mehr an der Spitze des Polizeiapparates.

Mussa Arafat soll aber ein Stellvertreter Madscheidas bleiben und für den Gazastreifen zuständig sein. Bewaffnete Palästinenser hatten im Gazastreifen gewaltsam gegen die Ernennung Mussa Arafats zum Polizeichef protestiert.

An der Grenze zwischen Jordanien und Israel wurden bei einem Schusswechsel mit der jordanischen Armee drei bewaffnete Männer getötet. Ein vierter Mann sei bei dem Versuch der Gruppe, illegal über die Grenze nach Israel einzudringen, festgenommen worden, gab die Regierung in Amman weiter bekannt.

Zu der Schiesserei kam es nach den Angaben, als die Bewaffneten das Feuer eröffneten. Daraufhin hätten die Soldaten zurückgeschossen. Die Identität der vier Männer war zunächst nicht bekannt. Die jordanische Armee hat in der Vergangenheit wiederholt illegale Versuche von Grenzüberschreitungen nach Israel verhindert.

(sda)

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