Aktualisiert 18.07.2016 09:23

Ausgebüxt

Kornnatter trampt von Schlieren nach Wil

Happy End für Kornnatter Barney: Das Tier ist in Schlieren ZH ausgebüxt und wurde schliesslich in Wil SG wieder gefunden. Vermutlich benutzte sie für ihre Reise ein Auto.

von
taw
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Happy End für Barney: Die Kornnatter ist zurück beim Besitzer.

Happy End für Barney: Die Kornnatter ist zurück beim Besitzer.

Facebook/Walter Zoo
Giovanni Roccia und seine Tochter konnte sie kürzlich im Walter Zoo in Gossau SG abholen.

Giovanni Roccia und seine Tochter konnte sie kürzlich im Walter Zoo in Gossau SG abholen.

zvg
Tochter Luna (20) geht ganz behutsam mit Barney um.

Tochter Luna (20) geht ganz behutsam mit Barney um.

Facebook/Walter Zoo

«Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben», erzählt Giovanni Roccia. Vor rund sechs Wochen war seine Kornnatter Barney aus ihrem Terrarium in Schlieren ZH ausgebüxt. «Als wir es gemerkt haben, haben wir die Wohnung mindestens drei Mal komplett auf den Kopf gestellt, aber vergeblich», so der 50-Jährige. Schon zuvor sei die fünfjährige Kornnatter das eine oder andere Mal ausgebrochen, allerdings habe man sie stets in den eigenen vier Wänden wiedergefunden. Dieses Mal kam es anders – Barney blieb verschwunden.

Umso grösser sei die Freude gewesen, als die Besitzer ihr Haustier im 20-Minuten-Artikel wiedererkannten. Barney wurde nämlich am 7. Juli gesichtet, wie er in einem Quartier in Wil SG umherkroch. Mitarbeiter des Walter Zoos in Gossau konnten das Tier schliesslich einfangen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Grösse und Farbe passten

«Wir waren uns ziemlich sicher, dass das unser Barney sein muss. Immerhin hat er eine recht auffällige Farbe», so Roccia. Als er und Tochter Luna (20) ihn dann am Samstag vor einer Woche im Walter Zoo abholten, bestätigte sich die Vermutung. «Grösse und Farbe passten genau.»

Roccia vermutet, dass die Natter die Belüftungskappe am Terrarium herausdrückte und so abschleichen konnte. Danach gelangte sie aus der Wohnung und kroch wohl aus dem zweiten Stock die Hauswand herunter. «Vermutlich verkroch sie sich danach unter der Motorhaube eines Autos», so Roccia. Die ganze Strecke bis nach Wil zu kriechen – immerhin rund 68 Kilometer auf der Strasse und 46 km Luftlinie – wäre wohl zu weit gewesen.

Python beisst Touristin in die Nase

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Nach dem Abenteuer meldet sich auch Barney via Facebook zu Wort:

Besitzer Roccia kann ihm zwar nicht lange böse sein, aber die Sache hat durchaus Konsequenzen: «Wir haben die Belüftungskappen nun innen am Terrarium angebracht, damit er sie nicht wieder herausdrücken kann.» Wer weiss, ob Barney nicht wieder etwas einfällt ...

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