Aktualisiert 30.05.2009 20:52

Abzocker

Korrupter Manager wollte sich aus dem Staub machen

Ein wegen Korruption angeklagter früherer Siemens-Manager in Griechenland hat versucht, eine grosse Geldsumme nach Südamerika zu schaffen.

Christos Karavellas wollte sich ausserdem ein Haus in Uruguay zulegen, teilte das griechische Aussenministerium am Samstag mit. Am Vortag war gegen Karavellas Haftbefehl erlassen worden, nachdem er nicht zu einer gerichtlichen Anhörung erschienen war. Nach Angaben seines Anwalts hält sich der Mann derzeit in Deutschland auf.

Karavellas wird im Zusammenhang mit Staatsaufträgen Ende der 90er Jahre Korruption, Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen. Den entscheidenden Hinweis für den jüngsten Vermögenstransfer nach Südamerika gab die uruguayische Behörde zur Geldwäschebekämpfung. Sie informierte die griechische Botschaft Ende vergangener Woche, dass Karavellas und seine Familie grosse Geldsummen in das Land transferiert hatten.

Auch der frühere Siemens-Chef in Griechenland, Michael Christoforakos, wird wegen der Korruptionsaffäre mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er soll sich ebenfalls in Deutschland aufhalten. Insgesamt sind sechs frühere Siemens-Mitarbeiter angeklagt, zudem auch zwei Angestellte der grössten griechischen Telekommunikationsgesellschaft OTE. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.