Korruptionsaffäre bei Karstadt
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Korruptionsaffäre bei Karstadt

Manager von Karstadt Sport sollen mit Lieferanten Preise abgesprochen und «Geschenke» gefordert haben. Vier Mitarbeiter sind fristlos entlassen worden.

Über die Korruptionsaffäre im Handelskonzern KarstadtQuelle berichtet der «Spiegel».

Manager von Karstadt Sport sollen mit Lieferanten überhöhte Preise abgesprochen und Bestechungsgeschenke gefordert haben, schreibt «Der Spiegel». Der Konzern bestätigte am Samstag, dass nach einer Untersuchung der Innenrevision vier Mitarbeiter von Karstadt Sport fristlos entlassen worden seien. Sie wehrten sich gegen die Kündigungen. «Wir sind sicher, dass die Kündigungen Bestand haben werden, und glauben, dass der Bericht der Revision in vollem Umfang zutrifft», sagte Konzernsprecher Jörg Howe.

Laut «Spiegel» waren die Manager in vier Städten für den gesamten Einkauf von jeweils mehreren Häusern zuständig. Die Affäre flog demnach mit einer Bestellung von T-Shirts und Sweat-Shirts bei einem dänischen Hersteller auf. Der Grossauftrag sei nicht ordnungsgemäss in den Büchern registriert worden. Zu den Vorwürfen an sich nahm KarstadtQuelle keine Stellung. «Wir gehen rücksichtslos gegen alle Unregelmässigkeiten vor, so auch in diesem Fall», sagte Howe. (dapd)

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