«Ich bin enttäuscht» - Kosovo feuert seinen Schweizer Trainer Bernard Challandes
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«Ich bin enttäuscht» Kosovo feuert seinen Schweizer Trainer Bernard Challandes

Der 70-jährige Schweizer ist nicht mehr Nationaltrainer Kosovos. Das teilte der nationale Fussballverband am Mittwoch mit.

von
Adrian Hunziker
Nils Hänggi
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Bernard Challandes ist nicht mehr kosovarischer Nationaltrainer. 

Bernard Challandes ist nicht mehr kosovarischer Nationaltrainer.

Kosovan Football
Der 70-Jährige wurde gefeuert. 

Der 70-Jährige wurde gefeuert.

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Darum gehts

  • Bernard Challandes wurde als kosovarischer Nationaltrainer gefeuert.

  • Der 70-jährige Schweizer ist ob des Entscheids enttäuscht.

  • Challandes bedankte sich trotzdem für die gute Zusammenarbeit.

Letzter in der WM-Quali-Gruppe B, nur vier Punkte aus sieben Spielen. Das genügte den Vorstellungen des kosovarischen Fussballverbandes nicht mehr. Deshalb musste Trainer Bernard Challandes gehen, der 70-jährige Schweizer wurde als Kosovos Nationaltrainer gefeuert. Challandes hatte das Team seit März 2018 betreut und sein Vertrag wäre eigentlich bis nach der WM 2022 gelaufen. Eine Chance, sich für die WM zu qualifizieren, hatte Kosovo schon länger nicht mehr.

«Ich bin enttäuscht von dieser Entscheidung. Ich war glücklich hier und mit diesem Job, aber ich bin zufrieden mit dem, was wir gemacht haben. Ich bin traurig, weil es mir Spass gemacht hat, mit diesen Spielern und den Mitarbeitern zu arbeiten», sagte Challandes an einer Medienkonferenz. Seine Bilanz als Kosovo-Coach: 16 Siege, acht Remis und 13 Niederlagen. Im Schnitt holte der 70-Jährige 1,51 Punkte.

«Danke für alles Mister und viel Glück»

Und weiter: «Vielleicht waren die Ergebnisse für sie wichtig, aber für mich war es das Wichtigste, eine Mannschaft zu bilden, und ich denke, wir haben guten Fussball gespielt.» Er habe gesagt, dass er mit der Entscheidung des Präsidenten nicht zufrieden sei, aber er sei zufrieden mit der Arbeit, die der Verband für ihn geleistet habe. «Ich bin allen sehr dankbar, da sie mich sehr unterstützt haben. Ich sage danke nicht für heute, sondern für die ganze Zeit.»

Auf Twitter reagierten einige Fans enttäuscht, dass Challandes gehen muss. Einer schrieb: «Danke für alles Mister und viel Glück.» Ein anderer bedankt sich mit fast blumigen Worten: «Vielen Dank, dass Sie uns zum Träumen gebracht haben, dass Sie eine Mannschaft, die auf den Färöern verlieren könnte, in eine Mannschaft verwandelt haben, die gegen England drei Tore erzielt.»

In der Schweiz trainierte Challandes Yverdon, YB (zweimal), Servette, den FC Zürich, Xamax und Thun. Ausserdem war er von 2011 bis 2007 U21-Chefcoach. Von 2014 bis 2015 war er zudem armenischer Nationaltrainer.

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