Startverzicht: Kostelic holt Sympathie- statt Weltcup-Punkte
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StartverzichtKostelic holt Sympathie- statt Weltcup-Punkte

Ivica Kostelic lässt die sicheren 15 Weltcup-Punkte beim Parallelslalom in Moskau sausen. Dafür trainiert der verletzte Kroate bereits wieder für sein Comeback.

von
heg
Ivica Kostelic hat den Gesamtweltcup noch nicht abgeschrieben. (Bild: AFP)

Ivica Kostelic hat den Gesamtweltcup noch nicht abgeschrieben. (Bild: AFP)

Für Ivica Kostelic wären beim Parallelslalom am Dienstag in Moskau «billige» Weltcuppunkte bereit gelegen. Der Kroate hätte am Start nur die Zeitnehmung auslösen müssen, schon wäre sein Konto um 15 Zähler angewachsen. So sieht es das Reglement vor. Es «honoriert» damit jene Fahrer von den Top 15 der Gesamtweltcupwertung, die am Start sind.

Kostelic zeigt sich aber als fairer Sportsmann und verzichtet eine Woche nach seiner Meniskusoperation auf die Reise nach Russland. «Wegen der 15 Punkte will Ivica nicht hinüberfliegen. Er findet das nicht sportlich», sagt Siegfried Voglreiter, der Rennchef von Kostelics Skifirma Fischer, nach Rücksprache mit dem kroatischen Alpinchef Vedran Pavlek in den «Oberösterreichischen Nachrichten». Weiter meinte der Rennchef, dass es auch kein gutes Bild abgegeben hätte, wenn er halb kaputt hinausgefahren wäre. «Auch wenn es anfangs schon Thema war, ob er ernsthaft fährt. Doch für ein richtiges Rennen ist er noch zu wenig fit.»

Hochspannung im Gesamtweltcup

Der letztjährige Gesamtweltcupsieger treibt nun die Reha voran, damit er wie geplant Anfang März bei den Rennen in Kranjska Gora wieder ins Geschehen eingreifen kann. Am Montag stand Kostelic bereits wieder auf Skis. Eine Rückkehr in den Weltcup bei den Rennen in Crans-Montana oder Kvitfjell an den nächsten zwei Wochenenden zieht der Kroate nicht in Betracht.

Im Gesamtweltcup wird in drei Wochen wohl Marcel Hirscher oder Beat Feuz an der Spitze liegen. Dank den beiden Siegen in Bansko am vergangenen Wochenende überholte der Österreicher den Schweizer in der Wertung und liegt nur noch 18 Punkte hinter Kostelic. Beim Parallelslalom am Dienstag in Moskau winkt Hirscher die Führung. Feuz kann in den fünf Speedrennen in Crans-Montana und Kvitfjell aber zurückschlagen.

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