Kosten für Unfälle im Jahr 2005 leicht rückläufig
Aktualisiert

Kosten für Unfälle im Jahr 2005 leicht rückläufig

Im Jahr 2005 haben Unfälle in der Schweiz 4,3 Milliarden Franken gekostet. Damit sanken die Kosten gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,3 Prozent.

Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Unfallstatistik hervorgeht, wurden rund 71 000 Verkehrsunfälle gezählt, die rund 1,05 Milliarden Franken kosteten.

Gemäss Statistik der 36 Schweizer Unfallversicherer gingen die Kosten für Unfälle um 1,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken zurück. Im Jahr 2005 wurden insgesamt rund 1,05 Milliarden Franken für rund 71 000 Verkehrsunfälle ausgegeben. Bei den Freizeitunfällen kosteten Unfälle mit dem Gleitschirm oder dem Deltasegler am meisten, und zwar rund 24 000 Franken pro Fall. An letzter Stelle der Statistik der Freizeitunfälle standen Fussballunfälle, die pro Fall je rund 3300 Franken kosteten. Insgesamt betrugen die Kosten für Sportunfälle rund 685 Millionen Franken. Die Zahl der Todesfälle wegen asbestbedingter Berufskrankheiten stieg im 2005 gegenüber dem Vorjahr um acht auf 62. Die laufenden Kosten für diese Berufskrankheiten betrugen 46,1 Millionen Franken.

Gemäss Statistik der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) waren im Jahr 2005 gut 3,5 Millionen Vollbeschäftigte mit einer Lohnsumme von 217 Milliarden Franken obligatorisch gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Versicherten um 0,8 Prozent. Die Nettoprämien nahmen um fast 8,5 Prozent auf gut 4,7 Milliarden Franken zu, während die Zahl der neu registrierten Fälle um 0,4 Prozent auf 731 000 sank.

Laut Statistik hat der Aufwand für Berufsunfälle und Berufskrankheiten während der letzten 18 Jahre um gut drei Prozent abgenommen, und zwar von gut sieben Franken auf noch 6.80 Franken je 1000 Franken der versicherten Lohnsumme. Bei den Freizeitunfällen stieg dagegen der Aufwand im gleichen Zeitraum von gut zehn Franken auf fast 12.50 Franken je 1000 Franken Lohnsumme. Dies entspricht einer Zunahme von knapp 23 Prozent. Vor 20 Jahren betrugen die Nettoprämien 17.70 Franken je 1000 Franken Lohnsumme, davon entfielen 6.95 Franken auf die Berufsunfallversicherung und 10.75 Franken auf die Nichtberufsunfallversicherung. 2005 betrugen die entsprechenden Nettoprämien 7.60 Franken beziehungsweise 13.60 Franken je 1000 Franken Lohnsumme. (sda)

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