Kostete ein Poulet Federer den Sieg?
Aktualisiert

Kostete ein Poulet Federer den Sieg?

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Schweizer Champion wegen einer Lebensmittelvergiftung 3,7 Kilo Körpergewicht verloren. Noch rätselhafter ist allerdings, warum der Schweizer den Umstand verheimlichte.

Zwei Wochen vor dem Australian Open passierte es. Roger Federer ass Huhn – und holte sich dabei eine «leichte Lebensmittelvergiftung», wie er den Medien sagte. Er sei damals mit Fieber aufgewacht, hätte sich ins Spital begeben und sei jetzt «wieder 100 Prozent fit».

Was King Roger nicht sagte: Wegen der Lebensmittelvergiftung musste er die Ernährung kurz vor dem Turnier massiv umstellen. Wegen der leichteren Ernährung während sechs Tagen, um den Magen nicht zu reizen, verlor das Tennis-Ass offenbar 3,7 Kilogramm Körpergewicht.

Nach dem verlorenen Match gegen Novak Djokovic sagte Federer unaufgeregt wie gewohnt: «Vielleicht hat es eine Rolle gespielt», antwortete er auf die Frage, ob seine Niederlage mit seiner Darmerkrankung zusammenhänge. Wollte er sich keine Blösse geben und damit seinen Herausforderern entgegenspielen?

Was sicher damit zusammenhängt, sind seine Widersacher Raffael Nadal und Novak Djokovic, die dem Weltranglistenersten immer weiter auf die Pelle rücken. Wegen ihnen musste Federer, auch ohne Topform, antreten. Denn bei einem Forfait hätte Nadal ihn schon in wenigen Wochen als Nummer eins ablösen können.

Diesen Dienst erwies Federer seinem spanischen Herausforderer nicht. Mit seinem Sieg über James Blake und Nadals Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga hat die amtierende Nummer 1 sich erstmal wieder ein bisschen Luft verschafft.

Und in Anbetracht seines grosses Gewichtsverlust erscheint seine Turnierleistung in einem ganz anderen Licht. An einem Roger Federer in tatsächlicher Topform dürften sich auch die Aufsteiger Djokovic und Nadal weiter die Zähne ausbeissen.

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