Den Bauern stinkts!: Kot im Feld – Bowil jagt Fahrende davon
Aktualisiert

Den Bauern stinkts!Kot im Feld – Bowil jagt Fahrende davon

Fahrende sorgen im Emmental für Unmut: Ihre Fäkalien vertreiben Restaurantgäste und ruinieren die Heuernte. Ein neues Gesetz soll nun Abhilfe schaffen.

von
Christian Holzer
Die Wiese von Evelyne Hetzel und Esther Joss wurde als WC benutzt.

Die Wiese von Evelyne Hetzel und Esther Joss wurde als WC benutzt.

Die beschauliche Gemeinde Bowil hat genug von Fahrenden. Seit Jahren nutzen Roma den Parkplatz Bori beim Gasthof Schlossberg für längere Aufenthalte. Erst diese Woche sei eine 60-köpfige Sippschaft nach fünf Wochen weitergezogen, wie Schlossberg-Wirtin Lotti Röthlisberger sagt. Sie spricht von unhaltbaren Zuständen: «Sie wollten ständig unser WC und Wasser benutzen. Wenn sie nicht durften, habe sie vor den Gästen auf den Rasen gemacht.»

Auch bei den benachbarten Bauern sorgen die Fahrenden für rote Köpfe: «Wegen ihrer Fäkalien habe ich ein ganzes Feld Heu verloren», sagt Evelyne Hetzel. Denn die Fahrenden nutzten ihr Feld als Toilette. Weil menschlicher Kot für Tiere tödlich sei, könne sie das Heu nun nicht mehr an ihre Pferde und Schafe verfüttern. «Ausserdem haben sie meinen Pferdeanhänger als Ersatzteillager verwendet.»

Neues Gesetz

Jetzt handelt die Gemeinde Bowil: Sie plant ein Camping-Verbot auf dem Parkplatz Bori, das im lokalen Anzeiger publiziert worden ist. «Bisher konnte die Polizei nichts machen, weil die Gesetzesgrundlage fehlte», sagt Gemeindeschreiber Urs Rüegger. Das soll sich nun ändern. Mit dem neuen Verbot können die Fahrenden vom Platz verwiesen oder gar gebüsst werden.

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