10.07.2020 21:45

Gewitter über der Schweiz

Hier hat es in der Nacht am meisten geregnet

Am Freitagabend sind heftige Gewitter über die Alpen gezogen. Es fielen bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter.

von
Karin Leuthold
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Dieses Foto entstand am 10. Juli in der Zentralschweiz.

Dieses Foto entstand am 10. Juli in der Zentralschweiz.

Etienne Woodtli / Unwetterbeobachtung Schweiz und International
Am Abend zogen dann schwerere Gewitter über die Schweiz.

Am Abend zogen dann schwerere Gewitter über die Schweiz.

Leser-Reporter 
Es bildete sich eine kräftige Böen- und Gewitterlinie, die sich vom Monte-Rosa-Gebiet über den Nufenenpass bis ins Urner- und Glarnerland erstreckte.

Es bildete sich eine kräftige Böen- und Gewitterlinie, die sich vom Monte-Rosa-Gebiet über den Nufenenpass bis ins Urner- und Glarnerland erstreckte.

Unwetterbeobachtung Schweiz und International

Darum gehts

  • Am Freitag ist ein Gewitter über die Schweiz gezogen.
  • Lokal fielen bis zu 80 Millimeter Regen.
  • Schweizweit hat es 10’000-mal geblitzt.

«Die Niederschläge waren sehr ungleich verteilt», heisst es in einem Tweet von Meteonews. In der Nordwestschweiz blieb es trocken, während im Kanton Schwyz innert 24 Stunden bis zu 80 mm Regel fiel.

Das heftige Gewitter hat zwischen Brunnen und Gersau einen Erdrutsch ausgelöst. Die Hauptstrasse H2 wurde deshalb gesperrt. Verletzt wurde niemand, die Strasse blieb unbeschädigt.

Laut TCS-Verkehrsinfo ist die Strasse in beiden Richtungen zu. Der Bus werde aber durchgelassen, sagte David Mynall, Mediensprecher der Schwyzer Kantonspolizei, am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Voraussichtlich werde die Strasse bis am Mittag wieder für alle Verkehrsteilnehmer befahrbar sein, sagte Mynall.

Das heftige Gewitter gegen Mitternacht führte dazu, dass ein Bach über die Ufer trat. Derzeit müsse Geröll aus dem Bachbett geräumt werden. Bei der Polizei sind 13 Notrufe eingegangen.

Blitz über Ueberstorf. (Leser-Reporter)

In den östlichen Alpen wurden auf den Gipfeln Böen von zum Teil um die 100 Kilometern pro Stunde gemessen. In den Alpentälern betrugen die Windspitzen 40 bis 80 Kilometer pro Stunde. In Göschenen reichte es für einen Höchstwert von 83 km/h – in Davos waren es 107 km/h. Ausserdem zählten die Meteorologen 10’000 Blitze schweizweit.

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«Die Musik spielte zunächst in den Alpen und im Süden», schrieben MeteoSchweiz und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie am Freitag. Die ersten Schauer entwickelten sich kurz nach dem Mittag im westlichen Berner Oberland, kurze Zeit später entluden sich vom östlichen Berner Oberland bis zum Gotthardgebiet Gewitter.

Daraufhin bildete sich eine kräftige Böen- und Gewitterlinie, die sich vom Monte-Rosa-Gebiet über den Nufenenpass bis ins Urner- und Glarnerland erstreckte. Damit verbunden waren kräftige Regengüsse, Hagel und Sturmböen. Der Kanton Neuenburg gab am Abend eine Sturmwarnung der Stufe Rot ab.

Der Samstag startet nass und klar kühler, wie Meteocentrale.ch schreibt. Ab Sonntag soll es dann wieder sonnige rund wärmer werden. Nach einer wechselhaften Woche ist dann übers nächste Wochenende mit einer Hitzewelle zu rechnen.

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34 Kommentare
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Marco

11.07.2020, 11:07

In der Sonnenstube Basel wieder mal kein Tropfen. Bloss das Rheinbaden fällt wohl bald wieder aus, weil das Hochwasser aus dem Mittelland bald eintrifft.

Bürger

11.07.2020, 09:20

Das weter können wir nicht beinflussen, gut so!

Buntspecht

11.07.2020, 07:38

Solange wir keine anderen Probleme haben, als ein Sommergewitter zu erleben, gehts uns ja gut.