Holland: Krähen sollen Zigaretten-Stummel einsammeln
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HollandKrähen sollen Zigaretten-Stummel einsammeln

Die Städte sollen sauberer werden – auch in den Niederlanden. Deshalb haben sich Ruben van der Vleuten und Bob Spikman etwas ganz Besonderes ausgedacht.

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Die Vorliebe von Krähen, sich über Hinterlassenschaften des Menschen her zu machen, brachte Ruben van der Vleuten und Bob Spikman von Crowded Cities auf eine Idee: Die Vögel könnten helfen, die Innenstädte sauberer zu machen.

Die Vorliebe von Krähen, sich über Hinterlassenschaften des Menschen her zu machen, brachte Ruben van der Vleuten und Bob Spikman von Crowded Cities auf eine Idee: Die Vögel könnten helfen, die Innenstädte sauberer zu machen.

Pixabay/PD
Dafür sollen die Krähen trainiert werden, Zigarettenstummel zu sammeln und in einen speziellen Behälter zu werfen.

Dafür sollen die Krähen trainiert werden, Zigarettenstummel zu sammeln und in einen speziellen Behälter zu werfen.

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An dieser Apparatur ist eine Kamera installiert. Wann immer sie einen Zigarettenfilter im Schnabel des Vogels erkennt, spuckt der Behälter Futter aus.

An dieser Apparatur ist eine Kamera installiert. Wann immer sie einen Zigarettenfilter im Schnabel des Vogels erkennt, spuckt der Behälter Futter aus.

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Dass Krähen Müll mögen, ahnt jeder, der schon einmal die von ihnen aufgerissenen Abfallsäcke gesehen hat. Zwei findige Niederländer wollen sich die Begeisterung der Tiere für menschliche Hinterlassenschaften nun zunutze machen.

Die Idee von Ruben van der Vleuten und Bob Spikman: Die Tiere sollen helfen, die Innenstädte sauberer zu machen. Dies, indem sie Zigarettenstummel einsammeln und in den Müll bringen. Um den Plan in die Tat umzusetzen, haben die beiden Männer das Start-up Crowded Cities gegründet.

Fliegende Zigarettenstummel-Jäger

Van der Vleuten und Spikman setzen dabei auf die Intelligenz der Tiere, von denen bekannt ist, dass sie Zusammenhänge erkennen können und in der Lage sind, Werkzeuge einzusetzen, um ans Ziel zu gelangen (siehe Bildstrecke).

Für das Reinemachen in den Städten sollen die Krähen trainiert werden, Stummel zu sammeln und in einen speziellen Behälter zu werfen. An diesem ist eine Kamera installiert. Wann immer sie einen Zigarettenfilter im Schnabel des Vogels erkennt, spuckt der Behälter Futter aus.

Offene Fragen

Was im ersten Moment ziemlich irre klingt, ist durchaus ernst gemeint – und gar nicht mal so unrealistisch. Denn dass so etwas möglich ist, hat bereits das US-Start-up Crow Box gezeigt. Es bietet einen Kasten an, in den Krähen vom Boden aufgelesene Münzen im Tausch gegen Futter abliefern können.

Van der Vleuten und Spikman sind derzeit noch mit der Entwicklung der einzelnen Komponenten beschäftigt. Bevor sie durchstarten können, muss zudem noch geklärt werden, ob das Sammeln und Transportieren der Stummel für die Krähen gesundheitsgefährdend ist.

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