Keine Erhöhung der Grimselsee-Staumauer: Kraftwerke Oberhasli legt Investitionen auf Eis
Aktualisiert

Keine Erhöhung der Grimselsee-StaumauerKraftwerke Oberhasli legt Investitionen auf Eis

Nach der Aufhebung der Baubewilligung für die Vergrösserung des Grimselsees schiebt die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) weitere Vorhaben auf. In etwa zwei Jahren rechnet die KWO mit klareren Rahmenbedingungen.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts habe «weitreichende Folgen für die Investitionsprojekte der KWO», teilte das Unternehmen am Montag mit. Das Gericht lege die Gesetze und die Konzession derart restriktiv aus, dass auch weitere Vorhaben blockiert seien. Dazu gehöre etwa die Aufwertung der bestehenden Kraftwerke Innertkirchen und Handeck.

Das bernische Verwaltungsgericht hatte im vergangenen April die Baubewilligung aufgehoben, weil das Gesuch laut dem Gericht nicht in einem blossen Bewilligungsverfahren erledigt werden könne. Es brauche eine Anpassung der Konzession. Die KWO gelangte daraufhin mit einer Beschwerde ans Bundesgericht.

Warten aufs Bundesgericht

Dieser Entscheid sei frühestens im 2009 zu erwarten. Voraussichtlich in zwei Jahren also dürfte die KWO entscheiden, ob das Investitionsprogramm überhaupt fortgesetzt werden könne. In der Zwischenzeit werde sich das Unternehmen auf kleinere Projekte im Unterhalt konzentrieren.

Grundsätzlich halte die KWO am Willen fest, die Kraftwerkanlagen an Grimsel und Susten sukzessive aufzuwerten, wie es weiter heisst. Dies stehe im Einklang mit der Absicht der schweizerischen Energiepolitik, die einheimische Wasserkraft zu fördern.

Mit der Vergrösserung des Grimselsees will die KWO die Stromproduktion flexibilisieren und so der höheren Nachfrage im Winter gerecht werden. Das Teilprojekt soll mindestens 240 Millionen Franken kosten. (sda)

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