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BaselKranführer hatte überladen

Der spektakuläre Kranunfall beim Basler Kinderspital vom November 2009, bei dem eine Frau verletzt wurde, ist geklärt: Der Pneukran war umgestürzt, weil ihn der Kranführer überladen hatte.

Der Mann wurde zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt.

Der Pneukran war gekippt, als er auf der damaligen Baustelle des neuen Universitätskinderspitals beider Basel (UKBB) zum Abbau eines Baukrans eingesetzt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat nun gegen den Kranführer einen Strafbefehl erlassen. Da keine Einsprache erhoben wurde, sei dieser rechtskräftig, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei hatten zuvor ergeben, dass der Kranführer am Morgen des 24. November 2009 den fast 14 Tonnen schweren Ausleger des Baukrans an den Haken seines Pneukrans genommen hatte. Die Tragfähigkeit des Pneukrans in dessen damaliger Position habe jedoch nur 12 Tonnen betragen.

Der Pneukran habe zwar die Überlast angezeigt, der Kranführer habe jedoch das Warn- und Sicherheitssystem ausgeschaltet und die Arbeit weitergeführt. Darauf verlor der Pneukran beim Manövrieren mit ausgeschaltetem Sicherheitssystem seine Bodenstabilität. Sein Ausleger schlug auf das Dach und die Fassade eines Spital-Altbaus.

Verletzt wurde dabei eine Spitalangestellte, die sich zufällig in einem vom Ausleger getroffenen Raum aufgehalten hatte. An den Gebäulichkeiten entstanden laut der Basler Staatsanwaltschaft Sachschäden von etwa 750'000 Franken. Zudem wurden mehrere Autos und der Pneukran selbst beschädigt.

Der Strafbefehl gegen den Kranführer erging wegen fahrlässiger Gefährdung durch Beseitigung oder Nichtanbringung von Sicherheitsvorrichtungen. Der Mann erhielt ausser der Busse eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen.

(sda)

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