Krankenkassenprämien steigen um 3,7 Prozent
Aktualisiert

Krankenkassenprämien steigen um 3,7 Prozent

Die Krankenkassenprämien in der Grundversicherung für Erwachsene ab 26 steigen 2005 um durchschnittlich 3,7 Prozent. Der Anstieg ist damit tiefer als in den Vorjahren (4,3 und 9,6%). Für Junge von 19 bis 25 Jahre beträgt der Neuanstieg 5,5 Prozent.

Um durchschnittlich 0,2 Prozent steigen gesamtschweizerisch die Prämien für Kinder bis 18 Jahre, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag bekannt gab. Für den gebremsten Prämienanstieg macht das BAG die bessere finanzielle Situation der Versicherer sowie vom Bundesrat getroffene Massnahmen verantwortlich.

Finanzlage der Kassen verbessert

Die Kassen hätten mit den Prämienerhöhungen per 2003 und 2004 die Reservenlagen verbessern können. Auch die bessere Lage auf dem Kapitalmarkt habe die Finanzen der Kassen begünstigt. Andererseits hätten die vom Bundesrat getroffenen Massnahmen bei den Franchisen und dem Selbstbehalt zu dieser Entwicklung beigetragen.

So war die ordentliche Franchise per 2004 von 230 Franken auf 300 Franken angehoben worden, und die Rabatte für die wählbaren Franchisen wurden gesenkt. Ausserdem wurde die Höchstgrenze des Selbstbehaltes von 600 auf 700 Franken gesetzt.

Stärkster Anstieg in St. Gallen

In zehn Kantonen (ZH, SO, BS, BL, SH, GR, TG, VD, GE, JU) liegt die durchschnittliche Prämienerhöhung für Erwachsene ab 26 Jahren mit Grundfranchise und Unfalldeckung unter dem Landesdurchschnitt von 3,7 Prozent. In 16 Kantonen (BE, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, FR, AR, AI, SG, AG, TI, VS, NE) liegt der Anstieg über dem Mittel.

Den höchsten Prämienanstieg in dieser Kategorie müssen die Versicherten im Kanton St. Gallen hinnehmen: 5,3 Prozent - dicht gefolgt von Innerrhoden mit 5,2 Prozent. Innerrhoden hat jedoch weiterhin die tiefste Durchschnittsprämie (193.26 Franken). Im Vorjahr hatten das Tessin und das Wallis die Spitzenplätze belegt.

Teuersten-Rangliste unverändert

Genf bleibt der teuerste Kanton mit einer Durchschnittsprämie von 410.85 Franken bei einem Anstieg von 3,2 Prozent. Die nächsten Plätze sind unverändert: Es folgen Basel-Stadt mit 388.88 Franken, Waadt (353.10), Neuenburg (346.23), Tessin (343.36, Jura (318.94). Zürich hat mit 2,3 Prozent den schwächsten Anstieg (292.57).

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die jungen Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren mit einer Grundfranchise von 300 Franken. Im gesamtschweizerischen Mittel werden ihre Prämien für nächstes Jahr um 5,5 Prozent angehoben. Auch in dieser Kategorie gibt es grosse Unterschiede zwischen den Kantonen.

Um 7,8 Prozent steigen im Kanton Genf diese Prämien. 7,4 Prozent sind es im Kanton Waadt, 7,1 Prozent im Kanton Bern. Am geringsten, jedoch immerhin noch 3,8 Prozent, ist der Anstieg im Kanton Zürich.

Für die Jüngsten zum Teil billiger

Die einzige Kategorie mit Prämiensenkungen ist jene der Kinder bis 18 Jahre. Immerhin ist dies in 8 Kantonen der Fall (ZH, BE, GL, GR, AG, TG, TI, VD). Die stärkste Senkung gibt es im Kanton Tessin mit minus 2,1 Prozent bei einem Landesmittel von 0,2 Prozent. Die stärkste Erhöhung gibt es im Kanton Luzern mit 2,6 Prozent.

Ebenfalls innerhalb jedes Kantons und jeder Prämienregion kann es grosse Unterschiede geben zwischen der tiefsten und der höchsten Prämie. Für die Versicherten lohnt sich ein Vergleich auf Grund der individuellen Prämie. (sda)

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