Krankenpfleger tötete bis zu 40 Patienten
Aktualisiert

Krankenpfleger tötete bis zu 40 Patienten

Ein ehemaliger Krankenpfleger in den USA hat nach eigenen Angaben bis zu 40 Patienten getötet.

Der 43 Jahre alte Charles Cullen wurde am Montag im US-Staat New Jersey wegen Mordes und Mordversuchs angeklagt. Zuvor sagte er den Staatsanwälten, er habe seit 1987 zwischen 30 und 40 schwer kranke Menschen mit einer Spritze getötet. Es habe sich um Patienten von neun Krankenhäusern und Bewohner eines Altersheims in Pennsylvania und New Jersey gehandelt.

Er habe die Patienten von ihren Leiden erlösen wollen, zitierte Staatsanwalt Wayne Forrest den Angeklagten. Die Beweislage deute darauf hin, dass Cullens Angaben der Wahrheit entsprächen, sagte Forrest weiter. Cullen wurde zunächst nur wegen Mordes und Mordversuchs in je einem Fall angeklagt, weitere Anklagen könnten jedoch folgen.

Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit die Krankenakten der zehn Kliniken, in denen Cullen arbeitete. Ein Leichnam wurde nach Angaben von Forrest bereits exhumiert. An der Leiche sollten toxikologische Tests vorgenommen werden.

Sollten Cullens Angaben zutreffen, wäre es eine der grössten Mordserien in Krankenhäusern in der Kriminalgeschichte der USA. 1981 war im Staat Kalifornien der Krankenpfleger Robert Diaz wegen Mordes an zwölf Patienten verurteilt worden.

Bei einer Gerichtsanhörung in Somerville in New Jersey sagte Cullen am Montag dem Richter: «Ich werde mich schuldig bekennen.» Er war zuletzt am Somerset Medical Center tätig. Nach Angaben der Klinik wurde er am 31. Oktober entlassen, nachdem Laboruntersuchen von sechs seiner Patienten verdächtige Ergebnisse aufwiesen. Das Krankenhaus schaltete die Staatsanwaltschaft ein. (dapd)

Deine Meinung