Weihnachtswunder - Krankenschwester erwacht wegen Viagra aus 28-tägigem Koma
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WeihnachtswunderKrankenschwester erwacht wegen Viagra aus 28-tägigem Koma

Die 37-jährige Monica Almeida aus Grossbritannien wäre beinahe an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Nach vier Wochen im künstlichen Koma rettet ihr ein Medikament gegen Erektionsstörungen das Leben.

von
Angela Rosser
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Die 37-jährige Krankenschwester behandelte zahlreiche Menschen, die an Covid-19 erkrankten, bevor es Ende Oktober auch sie erwischte.

Die 37-jährige Krankenschwester behandelte zahlreiche Menschen, die an Covid-19 erkrankten, bevor es Ende Oktober auch sie erwischte.

Facebook/Monica Almeida
Der zweifachen Mutter ging es so schlecht, dass sie Mitte November in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Ihre Chancen standen schlecht.

Der zweifachen Mutter ging es so schlecht, dass sie Mitte November in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Ihre Chancen standen schlecht.

Facebook/Monica Almeida
Dass Viagra, ein Medikament gegen Erektionsstörungen, ihr das Leben rettete, hielt Almeida erst für einen Scherz.

Dass Viagra, ein Medikament gegen Erektionsstörungen, ihr das Leben rettete, hielt Almeida erst für einen Scherz.

imago/Becker&Bredel

Darum gehts

  • Eine 37-jährige Krankenschwester in Grossbritannien erkrankte Ende Oktober an Covid-19.

  • Nachdem sie notfallmässig im Spital behandelt werden musste, wurde sie in ein künstliches Koma versetzt.

  • Stunden bevor die Beatmung hätte eingestellt werden sollen, versuchten es die Ärzte mit der Behandlung mit einer hohen Dosis Viagra. Sie überlebte.

Als Krankenschwester ist es normalerweise Monica Almeida (37), die Covid-19 Patienten und -Patientinnen behandelt. Bis sie selber Ende Oktober letzten Jahres positiv auf das Virus getestet wurde und beinahe daran gestorben wäre. Dass ausgerechnet ein Medikament, dass bei Patienten mit Erektionsstörungen angewendet wird, ihr das Leben gerettet hat, hielt die zweifache Mutter erst für einen Scherz.

«Der zuständige Arzt sagte mir, es sei das Viagra gewesen, das mich gerettet habe. Ich dachte, er mache einen Witz und hatte gelacht», erzählt Almeida zu «The Sun». «Er sagte aber, ‘Nein, du hattest wirklich eine hohe Dosis Viagra’, das war mein kleines Weihnachtswunder», sagt die 37-Jährige weiter.

Künstliches Koma

Die zweifache Mutter wurde am 31. Oktober positiv auf das Virus getestet. Vier Tage nach Befund verlor sie Geschmacks- und Geruchssinn und begann Blut zu husten. Als auch ihre Sauerstoffsättigung abfiel, musste sie ins Spital gebracht werden. Kurz darauf wurde sie jedoch wieder nach Hause geschickt.

Nur Stunden nach ihrer Entlassung konnte Monica Almeida nicht mehr atmen und musste mit der Ambulanz in das Lincoln County Spital gebracht werden, wo sie früher arbeitete. Sie erhielt sofort Sauerstoff und musste auf die Intensivstation verlegt werden. Die Ärztinnen und Ärzte kämpften darum, ihren Sauerstoffgehalt auf einen normalen Stand zu bringen, doch ihr Zustand verschlechterte sich zusehends.

Am 16. November musste die 37-jährige Krankenschwester in ein künstliches Koma versetzt werden. Es stand so schlecht um Almeida, dass ihre Eltern benachrichtigt wurden, sie sollen von Portugal nach England reisen, um sich von ihrer Tochter zu verabschieden.

Experimentelle Behandlung

Wie «The Sun» schreibt, kamen die Ärzte 72 Stunden, bevor die Beatmung hätte eingestellt werden müssen, auf die Idee, es mit der Behandlung mit Viagra zu versuchen. Die kleine blaue Pille erweitert die Blutgefässe und öffnet so die Atemwege. Viagra gilt schon länger als Option zur Behandlung von Covid-19 und kann an Patienten und Patientinnen, die sich bereit erklärten an einer Studie zu experimentellen Behandlungen teilzunehmen, abgegeben werden.

Heiligabend mit der Familie

Die 37-jährige Mutter ist im Nachhinein sicher, dass es das Viagra war, das ihr das Leben rettete. «Ich habe Asthma und meine Lunge brauchte einfach etwas Hilfe», sagte Almeida, nachdem sie am 14. Dezember aus dem Koma erwachte. «Innerhalb von 48 Stunden begann das Viagra zu wirken und meine Lungen reagierten darauf», so die Krankenschwester. Die Ärzte sagten ihr auch, dass sie wahrscheinlich gestorben wäre, wäre sie nicht doppelt geimpft gewesen.

Nach 28 Tagen im Koma konnte Monica Almeida an Heiligabend das Spital verlassen und mit ihrer Familie Weihnachten feiern. Ihre vollständige Genesung werde noch einige Zeit dauern, und auf Facebook teilt die 37-Jährige, dass sie noch nicht 100 Prozent wieder fit sei, es ihr aber besser gehe.

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