Sertig bei Davos GR - «Krass, wie schnell der Wolf unterwegs war»
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Sertig bei Davos GR«Krass, wie schnell der Wolf unterwegs war»

Ein News-Scout hatte am Montagmorgen Besuch von einem Wolf. Das Tier sei aus dem Wald vor ihr Haus gelaufen. Derzeit sieht man Wölfe öfters in Siedlungsgebieten.

von
Tabea Waser
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Dieser Wolf spazierte News-Scout Fortunat Wolf am Montag vor seinem Haus in Sertig bei Davos GR. 

Dieser Wolf spazierte News-Scout Fortunat Wolf am Montag vor seinem Haus in Sertig bei Davos GR.

20min/News-Scout
Er habe sich blitzschnell über den Schnee bewegt. 

Er habe sich blitzschnell über den Schnee bewegt.

20min/News-Scout
Ein bisschen Angst sei auch dabei gewesen, meint seine Frau. 

Ein bisschen Angst sei auch dabei gewesen, meint seine Frau.

20min/News-Scout

Darum gehts

  • News-Scout Fortunat Wolf sichtet am Montag in Sertig bei Davos GR einen Wolf.

  • Er habe sich blitzschnell bewegt.

  • Für den News-Scout ein prägendes Erlebnis.

  • Wölfe in Siedlungsnähe werden derzeit häufiger gesehen.

  • Ziehen sich die Hirsche in höhere Lagen zurück, sehe man auch wieder weniger Wölfe.

«Ich habe vom Bett aus dem Fenster geschaut und ein Tier gesehen. Erst dachte ich, ob es ein Reh sein könnte. Doch dazu passte die Statur nicht», erzählt News-Scout Fortunat Wolf. Dann sei er zu einem anderen Fenster seines Hauses gegangen und habe den Wolf schliesslich erkannt. Die Begegnung spielte sich am Montagmorgen in Sertig bei Davos GR ab.

Das Tier habe sich elegant und majestätisch über den Schnee bewegt. «Es war krass, wie blitzschnell sich der Wolf fortbewegt hatte.» Seine Frau ergänzt: «Ein bisschen Angst war schon auch dabei. Ich habe mich schon erst erschreckt.» Noch nie zuvor haben die beiden einen Wolf in freier Wildbahn gesehen. «Hätte mir jemand vorher gesagt, dass einmal ein Wolf bei mir vorbeispaziert, hätte ich Mühe gehabt, das zu glauben», sagt Wolf.

Nach knapp zehn Minuten war die Begegnung auch schon wieder vorbei. «Er verschwand hinter einer Arve. Ist das Tier einmal aus dem Blickfeld, hat man durch seine gute Tarnung fast keine Chance, es wiederzufinden», so Wolf.

Wolf mit GPS-Halsband

Erst kürzlich konnte die Wildhut des Kantons Graubünden bei Hinterrhein im Rheinwald einen Wolf des Beverinrudels besendern. In Siedlungsnähe wurde das Tier mit einem Betäubungspfeil sediert. Die Besenderung diene mehreren Zwecken. «Durch den GPS-Sender kann der Aufenthalt des Wolfes ermittelt und seine Bewegungen verfolgt werden», hiess es in der Mitteilung. Ein weiterer Zweck der Besenderung sei die vergrämende Wirkung.

Im Rheinwald gibt es eine grosse Wolfspräsenz. Einzelne Wölfe sind laut dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF) auch tagsüber in Siedlungsnähe unterwegs. Bei Wölfen, die sich tagsüber in Siedlungsnähe aufhalten oder sich auch anderweitig auffällig verhalten, sind die Mitarbeiter des AJF angehalten, nach Möglichkeit eine Vergrämung vorzunehmen. Damit die Vergrämung ihre Wirkung zeige und der Wolf dadurch gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen scheuer wird, müsse sie zum richtigen Zeitpunkt in der Nähe von menschlichen Einrichtungen erfolgen. In Siedlungsnähe könne nicht überall ein Kugel- oder Schrotschuss angebracht werden.

Wenn die Temperaturen ansteigen und die Hänge schneefrei werden, werden sich die Hirsche wieder in höhere Lagen zurückziehen und sich so besser verteilen. Im Siedlungsbereich werden folglich auch die Wölfe bald weniger zu sehen sein.

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