Aktualisiert 25.06.2009 12:20

Bösartige TumoreKrebs bedroht zunehmend die Tierwelt

Nicht nur Menschen leiden zusehends an bösartigen Tumoren: Auch wildlebende Tiere sind vermehrt von den zerstörerischen Effekten veränderter Körperzellen betroffen.

Nicht nur bei Menschen verlaufen viele Krebsarten tödlich: Auch wildlebende Tiere sind immer häufiger von bösartigen Tumoren betroffen. Allen voran: Der Beluga-Wal oder der Tasmanische Teufel.

Krebs ist beim Menschen für rund 20 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Bei etlichen Tierarten liege der Anteil genauso hoch, schreiben die beiden US-Forscherinnen Denise McAloose und Alisa Newton von der Wildlife Conservation Society in New York in einer Bestandesaufnahme in der Fachzeitschrift «Nature Reviews Cancer».

Gemäss dem Bericht nimmt der Anstieg der Krebsfälle bei einigen Arten in etlichen Regionen - so bei Fischen in den Küstengewässern von Florida, der Karibik und Hawaii - alarmierende Ausmasse an. In manchen Fällen wie dem Tasmanischen Teufel seien Arten durch das hohe Krebsvorkommen sogar vom Aussterben bedroht.

Übertragung von Hund zu Hund

Die beiden Forscherinnen glauben jedoch, dass eine intensive Überwachung und die Suche nach den Auslösern des Krebsgeschehens die Gefahr in manchen Fällen beseitigen kann. Darüber hinaus dürften die Erkenntnisse über Krebserreger in der Tierwelt auch das Verständnis von Krebs beim Menschen fördern.

In den meisten Fällen sind laut den Forschern Umweltgifte und Viren Schuld am Krebstod im Tierreich. Darüber hinaus gibt es einen Erkrankungsweg, der bei Menschen so nicht vorkommt: Die einfache Übertragung von Krebszellen von einem Tier zum anderen.

Freilebende Hunde, speziell in tropischen und subtropischen Zonen, «infizieren» sich etwa beim Geschlechtsverkehr oder Lecken der Geschlechtsteile gegenseitig mit einem als CTVS (Canine transmissible veneral sarcoma) bekannten Krebsleiden.

(sda)

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