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Krebsgift in Luftballons

Die Umweltorganisation Greenpeace hat nach eigenen Angaben Krebsgift in 17 von 21 untersuchten Luftballons entdeckt.

Keiner der getesteten Ballons sei rückstandsfrei gewesen. Beim Aufblasen könnten die Krebs erregenden Stoffe leicht über den Mund aufgenommen und verschluckt werde. Greenpeace forderte die deutsche Regierung auf, Nitrosamin-Rückstände in Spielzeug zu verbieten.

Der Greenpeace-Chemie-Experte Manfred Krautter riet Karnevalisten, «nur Ballons zu verwenden, die in unserem Test gering belastet waren». Dazu gehören den Ergebnissen zufolge Ballons der Handelsketten Schlecker und dm. Kinder sollten laut Greenpeace zum Aufpusten nur Luftballonpumpen verwenden und Ballons nicht in den Mund nehmen. Alle Ballons, darunter Produkte aus grossen Kaufhäusern, Spielwarengeschäften, Drogeriemärkten und Fast-Food-Ketten, seien von zwei Speziallabors untersucht worden.

Nach Greenpeace-Angaben ist bereits seit den sechziger Jahren bekannt, dass Nitrosamine beim Vulkanisieren von Gummiprodukten entstehen könnten. Deshalb gebe es für Babysauger aus Kautschuk oder Lebensmittel scharfe Grenzwerte. Der vom Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation (BfR) empfohlene Grenzwert pro Kilogramm Ballonmasse liege bei zehn Mikrogramm. In den Tests sei dieser Grenzwert bis zum 46-Fachen überschritten worden. (dapd)

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