Aktualisiert 26.10.2010 21:42

Aarau

Kredit für Lehrer-Stelleninserate gestrichen

Die Aargauer Gemeinden müssen bei der Suche nach Lehrpersonen tiefer in die Tasche greifen. Der Grosse Rat hat am Dienstag einen Zusatzkredit von 160 000 Franken abgelehnt. Mit dem Geld hätten Inserate im «Schulblatt Aargau und Solothurn» verbilligt werden sollen.

Wegen des Lehrermangels und der schwierigen Suche nach Lehrpersonen ist der für dieses Jahr vorgesehene Kredit von 160 000 Franken bereits aufgebraucht. Die Zahl der Inserate verdoppelten sich innerhalb eines Jahres.

Daher wollte der Regierungsrat den Kredit auf 320 000 Franken verdoppeln und stellte Antrag auf einen Zusatzkredit von 160 000 Franken. Der Kanton Aargau geht davon aus, dass die Kosten auch im kommenden Jahr hoch ausfallen werden.

Mit dem zentralen Einkauf der Inserate beim «Schulblatt» könnten für die Gemeinden die Kosten der Ausschreibungen stark reduziert werden, sagte Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) im Grossen Rat. Der Kanton kaufe die Inserate nicht als Einzelinserate ein, sondern er erwerbe ganze Seiten.

Zudem stelle der Kanton die Weiterleitung der einheitlich gestalteten Inserate in elektronischer Form an die Redaktion des «Schulblattes» sicher. Die bürgerliche Mehrheit wollte von einer Verdoppelung des Kredits nichts wissen.

Es gebe auch die Möglichkeit, die Inserate im Internet zu veröffentlichen, hiess es. Inserate im «Schulblatt» müssen demnach künftig von den Gemeinden vollständig selber bezahlt werden. (sda)

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