Pilatus-Flugzeug im Kreisel sorgt im Kanton Nidwalden für Wirbel
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Ist nun ein Logo erlaubt?Kreisel sorgen im Kanton Nidwalden für Wirbel

Der neue Kreisel in Buochs NW zeigt ein altes Propeller-Flugzeug der Pilatus-Flugzeugwerke. Deren Logo und Schriftzug auf dem Flugzeug irritieren die Titlisbahnen: Denn ihr Logo wurde damals auf einem anderen Kreisel verboten.

von
Astrid Winiker
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Am 24. Mai wurde das alte Propeller-Flugzeug PC-9 M auf dem neuen Kreisel Fadenbrücke in Buochs NW aufgestellt.  

Am 24. Mai wurde das alte Propeller-Flugzeug PC-9 M auf dem neuen Kreisel Fadenbrücke in Buochs NW aufgestellt.

Pilatus Flugzeugwerke AG
Es wurde mit einem Lastwagen von den Pilatus-Werken auf der gegenüberliegenden Seite des Flugplatzes Buochs NW zum Kreisel Fadenbrücke gefahren und anschliessend mit einem Kran auf seinen Platz gebracht.

Es wurde mit einem Lastwagen von den Pilatus-Werken auf der gegenüberliegenden Seite des Flugplatzes Buochs NW zum Kreisel Fadenbrücke gefahren und anschliessend mit einem Kran auf seinen Platz gebracht.

Pilatus Flugzeugwerke AG
Ein originales Propeller-Flugzeug: Mit fast zwei Tonnen Gewicht musste ein Kran das Flugzeug auf den Kreisel hieven.

Ein originales Propeller-Flugzeug: Mit fast zwei Tonnen Gewicht musste ein Kran das Flugzeug auf den Kreisel hieven.

Pilatus Flugzeugwerke AG

Darum gehts

  • Auf dem Kreisel Fadenbrücke in Buochs NW steht ein altes Propeller-Flugzeug der Pilatus-Flugzeugwerke.

  • Auf dem Flieger befindet sich das Logo der Pilatus-Flugzeugwerke.

  • Dies irritiert die Titlisbahnen, da ihr Logo nicht auf dem Modell der neuen Titlis-Rotair-Kabine in einem anderen Kreisel stehen gelassen durfte.

Der neue Kreisel Fadenbrücke in Buochs NW ist mit einem alten Propeller-Flugzeug in der Mitte dekoriert. So, wie es da steht, ist es original jahrelang im Einsatz gewesen, wie die Luzerner Zeitung berichtet. Nun bleibt es am Boden und ist Teil der Route, wenn man zum Flugplatz Buochs fahren will. Obwohl das Flugzeug nicht mehr fliegt, macht es Werbung und verweist auf das Firmenlogo der Pilatus Flugzeugwerke, das auf beiden Seiten des Flugzeuges sichtbar ist.

Titlisbahn wurde Beschriftung verboten

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Beim Kreisel Kreuzstrasse steht die Titlis-Rotair-Kabine, allerdings ohne Logo oder Schriftzug der Titlisbahnen.

Beim Kreisel Kreuzstrasse steht die Titlis-Rotair-Kabine, allerdings ohne Logo oder Schriftzug der Titlisbahnen.

TITLIS Bergbahnen

Der Leiter vom Marketing der Titlisbahnen, Urs Egli, gönne es Flugzeugwerken, dass Pilatus das Firmenlogo und den Schriftzug auf dem Flugzeug haben darf, gegenüber der Luzerner Zeitung sagt er allerdings weiter, er sei etwas irritiert, denn: «Unser Modell der neuen Titlis-Rotair-Kabine im Kreisel Kreuzstrasse durften wir nicht mit dem Namen Titlis beschriften, weil explizite schriftliche Werbung verboten ist.» Von der Seilbahnkabine allein würde man nicht automatisch auf die Titlisbahnen schliessen, so Egli weiter. «Vor allem bei auswärtigen Betrachterinnen und Betrachtern ist der Werbeeffekt viel höher mit Firmennamen.» Er gehe nun davon aus, dass aufgrund dieser neuen Regelung die Titlisbahnen ihren Namen auch verwenden können, wenn in Zukunft ein Kreisel gestaltet wird.

Pilatus-Logo erlaubt, weil Verkehrssicherheit gewährleistet sei

Wie kam es nun also dazu, dass das Pilatus-Flugzeug sein Logo behalten durfte? Bei einem neuen Kreisel werde zunächst geprüft, ob die Kreiselgestaltung die Verkehrssicherheit gefährde oder nicht, erklärt Justizdirektorin Karin Kayser schriftlich gegenüber der Luzerner Zeitung. Hierbei sei man zum Schluss gekommen, dass diese durch den Flieger nicht gefährdet werde. Da er exakt so, wie er jetzt auf dem Kreisel stehe, jahrelang im Einsatz gestanden sei, sei der Platzierung in der vorliegenden Form zugestimmt worden. Nicht zulässig seien hingegen Werbebotschaften, welche speziell für einen Kreisel entworfen und gestaltet würden, so Kayser weiter.

Stanserhornbahn nur am Sockel beschriftet

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Der Kreisel beim Länderpark Stans zeigt ein Modell der Stanserhornbahn. 

Der Kreisel beim Länderpark Stans zeigt ein Modell der Stanserhornbahn.

Google Street View
Das Modell selber ist nicht beschriftet, dafür der Sockel.

Das Modell selber ist nicht beschriftet, dafür der Sockel.

Google Street View

Schaut man sich andere Kreisel an, wie den beim Länderpark, sieht man nur eine diskrete Aufschrift «Stanserhorn» auf dem Modell der Stanserhornbahn. Doch der Direktor, Jürg Balsiger, hat damit kein Problem, teilt er der Luzerner Zeitung mit: «Solange wir unter den Bergbahnen gleichbehandelt werden, mag ich den Pilatus-Flugzeugwerken diese Werbung mit Firmenlogo von Herzen gönnen und freue mich darüber.» Ob nun in Zukunft alle ein Logo und einen Schriftzug als Werbung an ihren Modellen an Kreiseln anbringen dürfen, bleibt unklar.

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