Gesetzesänderung: Kreml sagt «njet» zum Glücksspiel
Aktualisiert

GesetzesänderungKreml sagt «njet» zum Glücksspiel

Tausende russische Kasinos, Wettbüros und Spielhöllen haben dicht gemacht. Alleine in Moskau werden als Konsequenz des neuen Gesetzes rund 40 000 den Job verlieren.

Die Schliessung ist die Konsequenz einer Gesetzesänderung, wonach Glücksspiel ab dem 1. Juli in Russland nur noch in wenigen entlegenen Regionen legal ist. Demnach wird das Glücksspiel aus den Metropolen verbannt und nur noch weit von Moskau entfernt in vier Gebieten erlaubt - in Kaliningrad (Königsberg), der Region Primorski am Pazifik, der sibirischen Altai-Region und der Gegend um Sotschi am Schwarzen Meer, wo die Olympischen Winterspiele 2014 ausgetragen werden.

Allein in der russischen Hauptstadt sollen durch die Schliessungen rund 40 000 Arbeitnehmer betroffen sein. Insgesamt wird die Zahl derer, die durch das neue Gesetz mitten in der Wirtschaftskrise ihre Stelle verlieren, auf 400 000 Menschen geschätzt. Experten vermuten, dass durch die neue Gesetzeslage das Glücksspiel in den Untergrund gedrängt und damit kriminalisiert werden. Das Gesetz war 2006 unter Präsident Wladimir Putin beschlossen worden, der inzwischen Ministerpräsident ist. (dapd)

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