Russland: Kreml und Bild streiten um Bomben-Foto

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RusslandKreml und Bild streiten um Bomben-Foto

Russlands Militär übt mit Bomben, auf denen Schlachtrufe aus dem zweiten Weltkrieg stehen. Der Kreml und «Bild» zanken sich nun um die Echtheit der Fotos.

von
ij
Russischer Marine-Humor oder Provokation: In kyrillischen Schriftzeichen steht auf dieser Bombe «Nach Berlin!».

Russischer Marine-Humor oder Provokation: In kyrillischen Schriftzeichen steht auf dieser Bombe «Nach Berlin!».

Auf einem offiziellen Portal der russischen Marine sind provokante Fotos einer Übung aufgetaucht. Auf den Bomben, die darauf zu sehen sind, steht in kyrillischen Zeichen «Nach Berlin!» und «Für Stalin», berichtet «Bild». Diese Parolen galten im zweiten Weltkrieg als Schlachtrufe gegen Nazi-Deutschland.

Das Training fand in Kaliningrad statt, wo die Armee zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder Bomben von einem Transportflugzeuge Antonov An-26 abwarf. Putin plant aufgrund der Ukraine-Krise seine Marine zu stärken. An den Grenzen der baltischen Staaten tauchen vermehrt russische Militärflugzeuge und Kriegsschiffe auf.

Zahlreiche russische Medien berichteten über die Bilder. Von Seiten der Ostseeflotte heisst es dort, es handle sich bei den Inschriften um «Marine-Humor».

Das Verteidigungsministerium in Moskau spricht hingegen von einer Fotomontage. Man versuche mit der Geschichte anti-russische Gefühle zu wecken. Bei den Übungen des Militär seien seit langem keine deutschen Journalisten anwesend gewesen.

Laut «Bild» gehört die Website flot.com zu einer Mediengruppe, die offiziell für die Onlinepublikationen der Streitkräfte der Russischen Föderation zuständig ist.

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