Kreuz vor der Kirche: Stadt verlangt Werbegebühren
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Kreuz vor der Kirche: Stadt verlangt Werbegebühren

Der britische Amtsschimmel reitet einen Angriff gegen eine Kirche. Sie soll Werbegebühren für ein Kreuz bezahlen.

Ein grosses Holzkreuz in oder vor einem Gotteshaus – eigentlich ist das nichts Aussergewöhnliches in der westlichen Welt. Dennoch soll die methodistische Kirche in der englischen Stadt Dudley Wood Abgaben für ein Kreuz zahlen, das vor dem Gotteshaus aufgestellt werden soll.

Die Verwaltung sieht das christliche Symbol als gebührenpflichtige Werbung an und verlangt dafür eine einmalige Zahlung von umgerechnet rund 170 Franken. Sie beruft sich dabei auf eine Vorschrift, die für Werbeflächen unter freiem Himmel gilt. Die Kirchgemeinde lehnt jede Zahlung ab. Gemeindepfarrer Paul Nzacahayo wirft den Stadtvätern vor, mit einem religiösen Symbol Geld machen zu wollen.

«Kreuze stehen schon seit Jahrhunderten vor Kirchen. Das ist keine Werbung», sagte der Gottesmann der Tageszeitung «Daily Mail». Die Auslegung der Stadtverwaltung sei «völlig lächerlich». Die britische Regierung verwies darauf, dass die Vorschrift gerade überarbeitet werde.

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