Vier Tage Albtraum: Kreuzfahrtschiff «Triumph» legt endlich an
Aktualisiert

Vier Tage AlbtraumKreuzfahrtschiff «Triumph» legt endlich an

Die havarierte «Triumph» hat nach fünftägiger Herumtreiberei den sicheren Hafen gefunden: Das zur Kloake verkommene Luxusschiff dockte am Donnerstagabend Ortszeit in Mobile, Alabama an.

von
bem

Die knapp 3200 Passagiere und gut 100 Crew-Mitglieder müssen sich allerdings noch in Geduld üben. Es werde mehrere Stunden dauern, bis alle Fahrgäste vom Schiff sind, sagte ein Vertreter der britisch-amerikanischen Reederei Carnival Cruise.

Der CEO von Carnival, Gerry Cahill, ging an Bord, sobald das Schiff vertäut war, um sich persönlich bei den Reisenden zu entschuldigen. «Wir sind stolz darauf, unseren Gästen ein grossartiges Ferienerlebnis zu bieten, und in diesem Fall haben wir klar versagt», erklärte Cahill gegenüber Reportern, die zusammen mit hunderten Angehörigen der Passagiere auf die Ankunft des Pannenschiffs gewartet hatten.

Ein Feuer legte das Schiff lahm

Nach Berichten von Reisenden herrschten an Bord unhaltbare hygienische Zustände.

Die Toiletten würden überquellen, Menschen müssten wegen des Gestanks in Gängen oder an Deck schlafen. Zudem gebe es nicht genug zu essen, zitierten US-Medien Passagiere.

Nachdem am Sonntag ein Brand im Motorraum den Antrieb der «Triumph» beschädigte hatte, hatte die US-Küstenwache das navigierunfähige Schiff tagelang über das Meer gezogen. Die «Triumph» hat neben 3200 Passagieren auch 1000 Crewmitglieder an Bord.

Weiterreise mit Bussen

Etwa 200 Mitarbeiter der Reederei sollen sich um die Menschen kümmern, berichtete CNN. Mit Bussen können sie nach Galveston im US-Bundesstaat Texas fahren, wo die Reise begann, oder nach Houston.

Mehr als 1500 Hotelzimmer habe die Reederei in New Orleans reserviert. Für Freitag seien zahlreiche Charterflüge von New Orleans nach Houston organisiert worden. Auch für die Weiterfahrt nach Galveston stünden Transportmittel bereit, damit die Gäste ihre Autos abholen könnten, falls sie im Hafen von Galveston geparkt hätten.

Die Ankunft des Luxusliners in den USA hatte sich durch eine Panne verzögert. Wie der TV-Sender CNN am Donnerstag berichtete, riss bei dem Abschleppmanöver ein Seil. Es konnte nach über einer Stunde ersetzt werden.

(bem/sda)

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