Aktualisiert 07.06.2006 15:20

Krieg der Billigflieger

Der britische Billigflieger Easyjet wirft der Deutschen Lufthansa unzulässige Hilfen für die Tochterfirma Germanwings vor. Lufthansa spricht von «wilden Spekulationen».

«Wir sind überzeugt, dass Lufthansa Germanwings quersubventioniert, um Wettbewerber aus dem Markt zu drängen», sagte Easyjet-Chef Andy Harrison am Mittwoch in Berlin. Angesichts der Kosten für starkes Wachstum und zusätzliche Werbung sei es nicht möglich, dass Germanwings im vorigen Jahr den ersten operativen Gewinn seit der Gründung ohne fremde Hilfe erzielt habe.

Zu einer Klage habe sich Easyjet bislang aber nicht entschieden. «Wenn wir genügend Beweise haben, werden wir gerichtliche Schritte prüfen», sagte Harrison.

Lufthansa bestritt Hilfen für Germanwings. Easyjet habe den Vorwurf schon einmal erhoben. «Das bleiben wilde Spekulationen. Germanwings ist eine eigenständige Gesellschaft und für ihr Ergebnis selbst verantwortlich», sagte eine Konzernsprecherin.

An Germanwings hält Lufthansa über ihre Tochter Eurowings 49 Prozent und kontrolliert über Zusatzverträge seit Jahresbeginn beide Unternehmen allein. (sda)

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